Nico Hülkenberg: «Lewis Hamilton ist ein Killer»

Von Mathias Brunner
Formel 1
​Renault-Pilot Nico Hülkenberg (30) spricht über den vierfachen Formel-1-Champion Lewis Hamilton, über die schwierigen letzten Rennen mit Renault und über die Ziele für die restliche Saison 2017.

Nico Hülkenberg klebt derzeit das Pech an den Rennstiefeln: Seit dem ersten Rennen nach der Sommerpause Ende August in Belgien konnte der Emmericher nicht mehr in die Punkte fahren, in den letzten fünf Grands Prix gab es vier Ausfälle. Aber für den 30-Jährigen steht in diesen Tagen etwas Anderes im Vordergrund, wie er in seiner Kolumne für Sport1 betont: «Die Entscheidung im Kampf um die WM ist gefallen. Lewis Hamilton ist zum vierten Mal Weltmeister – und das völlig verdient! Lewis und Mercedes haben in diesem Jahr einfach einen besseren und konstanteren Job gemacht als Sebastian Vettel und Ferrari.»

Hülkenberg lobt: «Wenn es darauf ankommt, dann ist Lewis an Ort und Stelle und bringt Leistung – das zeichnet einen richtigen Champion aus. Er ist ein Killer und er liefert immer, wenn es drauf ankommt.»

«In Mexiko hat es für den neuen Weltmeister nur zu Platz 9 gereicht. Schuld daran war der Unfall nach dem Start, in den neben Hamilton auch Vettel und Verstappen verwickelt waren. Ich habe die Kollisionen von meiner Position aus gar nicht sehen können, aber im Nachhinein denke ich, dass es richtig war, dass die Rennkommissare das als normalen Rennunfall gewertet haben. So etwas kann immer passieren, das ist Rennsport.»

«Für mich persönlich lief der Start in Mexiko richtig gut. Ich habe mich, nachdem die Ampeln ausgegangen sind, einfach nur gefreut, weil ich einige Positionen gutgemacht habe und eine richtig starke erste Runde gefahren bin.»

«In der 26. Runde hatten wir wieder einen Schaden am Auto. Mit der Antriebseinheit war etwas nicht in Ordnung. Mein Team hat mir dann per Funk mitgeteilt, dass ich das Auto abstellen soll. Für mich war das natürlich sehr bitter. Leider bin ich zum dritten Mal in Folge mit einem technischen Defekt ausgeschieden.»

«In letzter Zeit kommt bei uns einfach zu viel zusammen. Wir müssen unbedingt an unserer Standfestigkeit arbeiten. Aber ich weiss, dass mein Team mit Hochdruck versucht, alle Probleme in den Griff zu bekommen.»

«In dieser Saison stehen noch zwei Rennen an: Der Grand Prix in Brasilien und das Abschlussrennen in Abu Dhabi. Wir wollen unbedingt noch einmal in die Punkte fahren. Durch die Ausfälle in der letzten Zeit haben wir den fünften Platz in der Konstrukteurs-Wertung leider aus den Augen verloren. Jetzt müssen wir alles daran setzen, Toro Rosso und Haas hinter uns zu halten und wenigstens den sechsten Platz zu sichern.»

«Für mich steht jetzt im Fokus, dass wir als Team die aktuellen Probleme beheben, damit ich im nächsten Jahr wieder voll angreifen kann.»

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