Rätsel Racing-Raritäten: Keil mit fremder Besetzung

Von Mathias Brunner
Formel 1

​​​Das neue Rätsel «Racing-Raritäten» zeigt ein ungewöhnliches Rennauto mit einem herausragenden Fahrer. Allerdings aus zwei verschiedenen Epochen. Wer ist es? Wo und wann ist das Bild entstanden?

Aus dem Archiv unserer Partner der britischen Foto-Agentur LAT stellen wir jede Woche ein kleines Stück Motorsporthistorie vor. Das Vorgehen ist kinderleicht – sagen Sie uns, wer zu erkennen ist, wo und wann das Bild entstand (Beispiel: Jo Siffert, Monza, 1970) und gewinnen Sie mit etwas Glück einen kleinen Preis. Bitte Namen, Adresse, Geburtsjahr und Telefonnummer nicht vergessen. Schicken Sie Ihre Lösung an: mathias.brunner@speedweek.com. Einsendeschluss ist jeweils Sonntag der laufenden Woche, 24.00 Uhr.

Beim letzten Mal haben wir als Tipp mit auf den Weg gegeben: «Grün ist zwar die Hoffnung, aber die nützte unserem Piloten in diesem betreffenden Rennen wenig. Wo wir uns befinden? Wie oft gibt der Bildhintergrund entscheidende Hinweise.»

Die Palmen im Hintergrund eines CART-Rennwagens konnten nur bedeuten: Long Beach in Kalifornien oder Surfers Paradise in Australien. Die Bandenwerbung machte dann alles klar – genau, das Bild stammte aus Long Beach.

Kniffliger wurde es nicht beim Fahrer an sich: Alle Teilnehmer wussten, dass dies Adrián Fernández aus Mexiko ist. Weil jedoch sein Renner jahrelang ungefähr die gleiche Lackierung spazieren fuhr, kamen einige falsche Lösungen in Sachen Jahr ins elektronische Postfach.

Richtig ist: Fernández ist mit seinem Reynard-Ford in Long Beach 2000 unterwegs.

Wie wir angedeutet hatten, gab es für ihn in jenem Rennen wenig Grund zur Freude: Ausfall in Runde 10 wegen Unfalls. Doch das hinderte den Mexikaner nicht daran, in der Folge seine beste Saison im IndyCar-Sport zu zeigen – Gesamtzweiter hinter dem Brasilianer Gil de Ferran!

Der heute 52 Jahre alte Fernández, am vergangenen Wochenende auch beim Grand Prix in seiner Heimatstadt Mexiko-Stadt zu sehen, begann seine Karriere mit Motocross-Rennen, da war er acht Jahre alt. Mit 15 stand für ihn fest: Auf vier Rädern fühlte er sich wohler. Er wurde 1983/1984 Formel-V-Meister, versuchte sich dann in England in der Formel Ford, bevor er nach Mexiko zurückkehrte, um 1990 und 1991 in der mexikanischen Formel 3 anzutreten. 1991 fuhr er den Meistertitel ein.

Fernández richtete sich neu aus: Nicht nach Europa, sondern in die USA. Im ersten Jahr bei den Indy Lights wurde er bester Rookie und Gesamtdritter, worauf er 1993 in die CART-Serie hochrückte. Eine lange Karriere in der Top-Kategorie des US-amerikanischen Einsitzersports begann.

Der Mexikaner fuhr bis 2005 IndyCar-Rennen, elf Mal konnte er gewinnen, 2000 blieb seine beste Saison.

Später trat Fernández als Manager von Sergio Pérez auf und engagierte sich bei Sportwagenrennen (American Le Mans Series-Meister 2009). Sein Team Fernández Racing tritt jahrelang bei Sportwagenrennen an.

Zum neuen Rätsel: Diese Kombination aus Fahrer und Rennwagen haben die Fans bei einem richtigen Rennen nie zu Gesicht bekommen, schon gar nicht in jenem Land, in welchem die Auto und Pilot am meisten Furore machten.

Wer ist es?

Wann und wo ist das Bild entstanden?

Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Rätseln!

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