MotoGP-Comeback in Brasilien: FIM sieht keinen Grund zur Sorge
Trotz knapper Fristen und laufender Bauarbeiten in Goiania erwartet Motorrad-Weltverband FIM, dass das MotoGP-Comeback in Brasilien 2026 wie geplant stattfindet.
Bereits im Dezember deutete sich an, dass die geplante Rückkehr der MotoGP nach Brasilien im Jahr 2026 aus zeitlicher Sicht zu einer absoluten Punktlandung wird. Doch aus Sicht des Motorrad-Weltverbands FIM besteht kein Anlass zur Beunruhigung.
Paul Duprac, Sportdirektor der FIM-Streckenkommission, hat angesichts des engen Zeitplans rund um die laufenden Umbauarbeiten am Autodromo Internacional Ayrton Senna in Goiania Zuversicht signalisiert.
Der Brasilien-Grand-Prix soll im März 2026 erstmals seit mehr als 20 Jahren wieder Teil des MotoGP-Kalenders sein und ist aktuell als zweiter Saisonlauf am Wochenende vom 20. bis 22. März vorgesehen.
Die traditionsreiche Strecke, die zuletzt Ende der 1980er-Jahre Gastgeber der Motorrad-WM war, entsprach jedoch nicht mehr den heutigen Anforderungen. Deshalb wurde in den vergangenen Monaten ein umfangreiches Renovierungsprojekt gestartet. Neben einer kompletten Erneuerung des Asphalts werden auch die Zufahrtswege, die Boxeneinfahrt, das Fahrerlager sowie das Medical Center modernisiert.
Dass die Arbeiten noch nicht abgeschlossen sind und der Termin näher rückt, hat zuletzt Zweifel an der termingerechten Fertigstellung genährt. Duprac widerspricht diesen Befürchtungen jedoch deutlich. «Die Deadline ist nah, und die Teams vor Ort arbeiten unermüdlich daran, rechtzeitig fertig zu werden», erklärte der Franzose gegenüber GrandePremio.com.
Zudem sei ein FIM-Delegierter permanent vor Ort, um den Fortschritt zu überwachen. «Jede Woche erhalten wir Videos und Fotos, die uns über den Stand der Arbeiten informieren.»
Die jüngsten Eindrücke stimmen den Verband optimistisch. «Das letzte Video zeigte, dass die ersten Asphaltschichten bereits verlegt wurden. Außerdem sind die Zufahrtsstraßen vorbereitet und der Großteil der Leitplanken installiert», so Duprac weiter. Sein Fazit fällt klar aus: «Im Moment gibt es keinen Grund zur Sorge. Das Rennwochenende des Brasilien-GP wird wie geplant stattfinden.»
In den vergangenen Jahren hatte es in der MotoGP mehrfach Verzögerungen oder Absagen aufgrund nicht fertiggestellter Strecken gegeben. So wurde das Comeback in Ungarn um ein Jahr verschoben, während Projekte in Kasachstan und Finnland letztlich scheiterten. Vor diesem Hintergrund wiegt die klare Haltung der FIM umso schwerer – und nährt die Hoffnung, dass Brasilien 2026 tatsächlich wieder MotoGP-Luft schnuppern darf.
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