Neue Formel-1-Regeln: David Coulthard äussert Befürchtung
Die Formel-1-Teams und ihre Fahrer schlagen in diesem Jahr mit neuen Autos und Motoren ein neues Kapitel auf. Wie wirken sich die Regeländerungen aufs Racing aus? David Coulthard liefert eine Antwort.
Die Aufregung vor der neuen Saison ist gross. Denn in der Vierrad-Königsklasse wird eine echte Regelrevolution umgesetzt. Nicht nur die Autos werden sich durch die neuen Vorgaben für das Chassis deutlich von ihren Vorgängern unterscheiden. Auch bei den Motorenregeln haben die Experten der Formel 1 und des Autosport-Weltverbands FIA Hand angelegt und den elektrischen Anteil auf rund 50 Prozent erhöht. Zudem werden neue, nachhaltige Treibstoffe eingesetzt und auch die Reifen wurden verändert.
Viele Formel-1-Fans erinnern sich: Bei der letzten grossen Änderung der Motoren-Regeln gab es ein Team, das alle andern überflügelt hat: Mercedes dominierte jahrelang das Geschehen an der Spitze der WM-Tabelle. Von 2014 bis 2020 war immer ein Sternfahrer am Ende der Champion – 2016 war es Nico Rosberg, alle anderen Jahre war Lewis Hamilton der schnellere im Werksteam der Sternmarke. Erst 2021 kam mit Max Verstappens erstem Titelgewinn die Wende.
Deshalb fragen sich viele Beobachter: Erwartet uns auch diesmal eine langjährige dominante Phase eines WM-Teilnehmers? Diese Befürchtung hegt auch David Coulthard, der im Gespräch mit Kollege Balazs Szabo von «F1technical.net» zunächst betont, dass sich das Racing durch den erhöhten Elektro-Anteil verändern wird. Das bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass es nicht mehr spannend ist. Er zieht dabei den Vergleich zum Segeln.
«Wenn es für alle das Gleiche ist, dann ist es immer noch Racing», betont der Schotte, und erzählt: «Ich erinnere mich, dass ich einmal auf einem Segelboot war, und viele Leute denken vielleicht: ‚Wie kann es spannend sein, wenn man mit einem Tempo von 10 Knoten unterwegs ist?‘ Doch wenn da ein anderes Boot ist, das 9,5 oder 10,5 Knoten schnell ist, dann ist es ein Rennen, und genau das macht die Spannung aus.»
Gleichzeitig warnt der 13-fache GP-Sieger aber auch: «Wenn es für alle gleich ist, dann ist es immer noch spannend. Doch es besteht das Risiko, dass ein Hersteller überlegen ist – so wie es Mercedes zum Start der Hybrid-Ära war. Deren Motoren waren so überlegen, dass sie nicht einmal das beste Auto haben mussten, um zu gewinnen.»
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