Lewis Hamilton: «Ich war entsetzt, als ich das hörte»

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Lewis Hamilton

Lewis Hamilton

Nach dem Überfall auf einen Kleinbus des Mercedes-Teams am Trainingsfreitag von Brasilien fordert auch Weltmeister Lewis Hamilton Massnahmen. Er betont: «Die Verantwortung für die Sicherheit liegt auch bei der Formel 1.»

Für Lewis Hamilton war die Nachricht über den Überfall auf sechs Mercedes-Teammitglieder ein Schock. Die Mitarbeiter des Weltmeister-Teams wurden am Freitag auf dem Heimweg in Streckennähe mit vorgehaltener Waffe gezwungen, ihre Wertsachen einer Diebesbande zu überlassen. Glücklicherweise wurde niemand verletzt, doch der Schreck sitzt tief – auch beim vierfachen Champion.

Im Fahrerlager von São Paulo erklärte der Brite: «Als ich davon hörte, war ich entsetzt. Ich stehe den betroffenen Jungs sehr nahe, und man kann sich nicht vorstellen, was sie durchmachen mussten und wie sich das anfühlte.» Und der 32-Jährige sparte nicht mit Kritik: «Ich bin nun schon seit zehn Jahren in der Formel 1 und es ist ärgerlich, dass so etwas jedes Jahr passiert und jemand aus dem Fahrerlager betroffen ist.»

«Ich weiss, dass die Kriminalitätsrate in diesem Land hoch ist, auch weil die Armut so gross ist, und dass die Regierung mit diesem Problem zu kämpfen hat», räumt Hamilton ein, der für das Rennwochenende in Brasilien Massnahmen wie in Mexiko fordert. «Es kann nicht sein, dass nur die Team-Bosse und ich von der Security geschützt werden, jeder Fahrerlager-Gast hat Anspruch auf Sicherheit. Die Verantwortung dafür liegt auch bei der Formel 1, aber ganz generell müssen die Entscheidungsträger handeln, um die Sicherheit von jedem zu gewährleisten.»

Der 62-fache GP-Sieger stellt aber auch klar: «Wenn man sich den grösseren Zusammenhang anschaut, dann bleibt nur zu wünschen, dass sich die Lage in São Paulo verbessert und man wirtschaftlich vorankommt. Denn Brasilien ist ein grossartiges Land mit einer super Kultur, die Leute sind wunderbar und wir werden jedes Mal mit einer unglaublichen Energie empfangen. Ich persönlich habe auch nie etwas Gefährliches erlebt bei meinen Besuchen hier, aber ich weiss, dass es passiert. Ich hoffe einfach, dass wir einen Weg finden, solche Geschehnisse in Zukunft zu vermeiden, denn ich liebe dieses Land und diesen unglaublichen Grand Prix.»

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