Maurizio Arrivabene (Ferrari): «Hamilton ohne Gegner»

Von Mathias Brunner
Formel 1
Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene

Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene

​Sebastian Vettel Sieger im Grossen Preis von Brasilien, Kimi Räikkönen als Dritter ebenfalls auf dem Siegerpodest von Interlagos – für Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene gibt es viel Positives mitzunehmen.

Sebastian Vettel erstmals seit Ende Juli in Ungarn wieder Sieger eines Grand Prix, Kimi Räikkönen als solider Dritter – Ferrari darf mit der Ausbeute beim Brasilien-GP zufrieden sein. Ferrari hat angefangen umzusetzen, was Sebastian Vettel nach der WM-Niederlage von Lewis Hamilton in Mexiko angekündigt hatte: «Wir wollen die restlichen Rennen gewinnen, wir möchten mit diesem Schwung in die Winterpause gehen.»

Teamchef Maurizio Arrivabene (60) nach dem 228. Grand-Prix-Sieg des berühmtesten Rennstalls der Welt: «Mir hat gefallen, wie Sebastian in der Auslaufrunde per Funk zum Team gesprochen hat. Er hat sich bei allen bedankt, dass sie ihm ein so tolles Rennauto hingestellt hätten. Wir haben in Brasilien ein gutes Rennen gezeigt, aber jetzt gucken wir bereits Richtung Abu Dhabi.»

Zum Schluss des zweitletzten WM-Laufs der Saison begann Kimi Räikkönen den heissen Atem des aufrückenden Lewis Hamilton im Nacken zu spüren. Viele Tifosi fragten sich: Würde «Iceman» unter diesem Druck schmelzen?

Für Arrivabene, seit November 2014 Steuermann von Ferrari, war klar: Kimi würde komplett unbeeindruckt bleiben. «Hamilton hat eine tolle Aufholjagd gezeigt, keine Frage. Ich will nicht abschätzig klingen, wenn ich das sage, aber wenn du mit so einem guten Auto von ganz hinten losfährst, dann hast du zunächst keine richtigen Gegner, und alles scheint ganz einfach zu sein. Wir haben das auch schon bei grossen Fahrten von Sebatian gesehen.»

«Wenn aber dann langsam die Reifen abbauen und du auf einen Gegner triffst, der sich wie Kimi sehr wohl zu wehren weiss, dann musst du dir klarmachen, dass du dich mit deinem Platz abfinden musst.»

Macht die Leistung von Ferrari Mut für 2018? Arrivabene meint: «2018 ist noch weit weg. Aber es behält Gültigkeit, was ich schon vor Wochen gesagt habe – wir lassen nicht nach. Wir wollten die beiden letzten Rennen in grosser Würde bestreiten, aber auch mit allem Kampfgeist angehen, den wir aufbringen können. Wir wollen Ferrari ins beste Licht rücken. In Brasilien ist uns das gelungen. Nun wollen wir das in Abu Dhabi wiederholen.»

Verblüffend: Ausgerechnet ein Steinwurf von der Ferrari-Erlebniswelt auf der Insel Yas entfernt, haben die Roten diesen Grand Prix noch nie gewinnen können. Bestes Ergebnis bislang – zwei zweite Ränge von Fernando Alonso 2011 und 2012.

Kimi Räikkönen hat in Abu Dhabi gewonnen, fuhr aber 2012 einen Lotus. Sebastian Vettel ist sogar dreifacher Abu-Dhabi-Sieger – aber 2009, 2010 und 2013 sass er jeweils in einem Red Bull Racing-Renault.

2016 wurde Vettel auf der Insel Yas mit Ferrari Dritter, das gleiche Ergebnis fuhr Kimi 2015 heraus.

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