Di Giannantonio (8.) nach Rempler von Alex Marquez: «Es ist sinnlos»
VR46-Racing-Ducati-Fahrer Fabio Di Giannantonio sicherte sich im ersten Sprint der MotoGP-Saison 2026 in Buriram Platz 8. Gleich zu Beginn des Rennens galt es eine Schrecksekunde zu überstehen.
Der MotoGP-Sprint von Buriram brachte am Samstagnachmittag ein hochdramatisches Finish. Durch den Überraschungssieg von Red-Bull-KTM-Ass Pedro Acosta führen die Österreicher erstmals in ihrer MotoGP-Geschichte die Weltmeisterschaft an. Für VR46-Mann Fabio Di Giannantonio schien aus Startreihe 2 ebenfalls einiges möglich, doch der Römer wurde von Position 4 in der ersten Anbremszone von Gresini-Ducati-Kollege Alex Marquez neben die Strecke geschickt.
«Diggia» kam erst wieder als Zwölfter aus Runde 1 zurück. Danach schnappte er die Honda-Vertreter Moreira und Marini. «Heute hatte ich Pech. Ich würde der Renndirektion gerne vertrauen, dass sie künftig solche Situationen richtig und angemessen beurteilt. Im Finish kam Fabio Di Giannantonio noch an Pecco Bagnaia vorbei auf Position 8. Auf Brad Binder und Joan Mir fehlte eine knappe Sekunde. «Ich denke, «Bezz» war heute der schnellste – aber dahinter waren eigentlich schon wir», schätzte der Römer die Kräfteverhältnisse ein.
Zur generellen Situation zu Rennbeginn in der MotoGP sagt der Italiener: «Die erste harte Bremszone nach dem Start ist ein neuralgischer und gefährlicher Punkt und das bringt schon auch Angst. Jeder, der sagt, dass dem nicht so ist, der lügt. Es gibt da viele Unfälle – ich erinnere mich zum Beispiel an Bezzecchi in Barcelona. Wenn man sich nicht gegenseitig respektiert, dann sollte uns die Renndirektion mit viel heftigeren Strafen dazu animieren, dass alle Fahrer etwas mehr unter Kontrolle sind.“
Di Giannantonio verriet: «Die Stewards haben gesagt, dass es eine Möglichkeit ist. Heute waren wir, glaub ich, ziemlich glücklich. Wir konnten einen Crash mit Alex, mir und Raul verhindern Wir müssen lernen und wir sollten das auch den jüngeren Fahrern eintrichtern. Leider hat mir das mein Rennen zerstört, aber es wäre viel wichtiger, dass sich das verbessert für die Zukunft. Die Stewards sollten wie die Schiedsrichter im Fußball die Situationen richtig einschätzen, so dass es zu keinen gefährlichen Situationen kommen kann.»
Hat der VR46-Schützling bereits mit Alex Márquez gesprochen? «Es ist sinnlos. Ich will den Stewards glauben. Er ist ein super erfahrener Fahrer – ich bin jünger, er benötigt meinen Rat nicht. Er ist besser als ich, kann seine Lage sicher managen.» Dann sagte der Italiener etwas zynisch: «Wenn man mit dem Auto an eine Ampel kommt, dann bremst man. Wenn man einen Fahrer vor sich sieht, dann sollte man auch bremsen. Und das meine ich generell. Wir sind die besten Fahrer im Rennsport – bei uns sollte das sicher ablaufen!»
Trotz der Probleme schloss Fabio Di Giannantonio den Auftakt besser als Teamkollege Morbidelli ab, der sich als 14. selbtst Rookie Diogo Moreira geschlagen geben musste.
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