Für Fabio Quartararo war’s grenzwertig: Wie er die Marquez-Strafe beurteilt
Mieser Start in die neue MotoGP-Saison für Yamaha, kaum Aussicht auf Besserung für Fabio Quartararo. Dessen Augen richteten sich nach dem Sprint lieber auf das rennentscheidende Manöver vorne.
Der Auftakt der MotoGP-Saison war für Yamaha der erwartet schwere. Spätestens bei den Testfahrten im Vorfeld des Buriram-Rennwochenendes hatte sich abgezeichnet, dass die M1 mit dem komplett neuen V4-Triebwerk noch längst nicht für den Befreiungsschlag taugt, den sich die Fahrer und der Hersteller erhofft hatten. Der Start ins Rennwochenende verlief entsprechend frustrierend für das Werksteam der Japaner, die Qualifikation bot sich ebenfalls nicht als Mutmacher an: Aus im Q1 und Startplatz 16 für Speerspitze Fabio Quartararo.
Im Sprintrennen fuhr der Franzose von Beginn an überwiegend auf Rang 19, schon die ersten Meter waren in die Hose gegangen: «Wir haben in diesem Jahr Probleme mit den Starts. Nach der ersten Kurve im Sprintrennen war ich Letzter und auch danach bin ich nicht in Positionen gekommen, in denen ich überholen konnte. Es war eine schwierige Ausgangslage.»
Am Ende reichte es zu Rang 16, dem ursprünglichen Startplatz des Weltmeisters von 2021. Entsprechend zerknirscht war er. Eine Verbesserung gegenüber den Testfahrten am selben Ort eine Woche früher sei nicht eingetreten, auch für den Grand Prix erwartet sich der Fahrer mit der Nummer 20 keinen Leistungssprung: «Wir fahren hier schon insgesamt vier Tage, aber das Gefühl auf dem Motorrad ist noch immer gleich. Wir haben auch für den Sonntag nichts Neues, was wir ändern könnten.»
Für Schlagzeilen sorgten im Sprintrennen andere: Gesprächsthema Nummer 1 war das Überholmanöver des späteren Siegers Pedro Acosta gegen Marc Marquez und der Konter des Champions, der den KTM-Fahrer neben die Strecke bugsierte. Zu einem klaren Urteil konnte sich «El Diablo» nicht durchringen: «Ich kann zwar die Entscheidung nachvollziehen, aber Marc war weit genug innen auf der Strecke, auch wenn er ein wenig neben der Ideallinie war. Es war grenzwertig. Ich bin froh, dass ich das nicht zu entscheiden hatte. Es war ein Blockpass, aber er war sauber. Das war eine 50/50-Situation, je nach Sichtweise.»
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