Schumacher-Weggefährte Flavio Briatore: Scheidung?

Von Mathias Brunner
Formel 1
Familie Briatore in Monaco 2015

Familie Briatore in Monaco 2015

​Die Zeitschrift «Oggi» behauptet: Der frühere Schumacher-Weggefährte Flavio Briatore und seine Gattin Elisabetta Gregoraci hätten am 23. Dezember die Scheidungspapiere unterzeichnet.

Zu Weihnachten schien noch alles in Ordnung zu sein: Der Italiener Flavio Briatore, Weltmeistermacher von Michael Schumacher bei Benetton und von Fernando Alonso bei Renault, postete zahlreiche Filmchen, als der Weihnachtsmann zu Sohn Nathan Falco kam.

Nun wird in der italienischen Zeitschrift «Oggi» behauptet, einen Tag vor Heilig Abend hätten Briatore und seine Gattin Elisabetta Gregoraci in Mailand die Scheidungspapiere unterzeichnet.

Flavio Briatore hat in seiner Karriere viel erreicht: Erfolgsmanager bei Benetton, Selfmade-Millionär, Quereinsteiger in die Formel 1, WM-Titel mit Michael Schumacher und Fernando Alonso, erfolgreicher Besitzer von Kleiderläden, Nachtklubs, Ferien-Resorts. Briatore hat längst ausgesorgt und ging in seiner neuen Rolle als Papa des kleinen Nathan Falco auf, den ihm die bildschöne Elisabetta Gregoraci geschenkt hat. In seinem Unruhestand als 67-Jähriger – Briatore kümmert sich weiter mit Leidenschaft um seine Geschäfte – bleibt der Italiener der Formel 1 verbunden. Immer wieder kommentiert er mit scharfer Zunge aktuelle Geschehnisse im Grand-Prix-Sport.

Flavio Briatore absolvierte eine Ausbildung als Landvermesser und arbeitete in vielen Gelegenheitsjobs – unter anderem als Skilehrer. Er besass kurze Zeit ein Restaurant mit dem Namen Tribüla.

Nachdem er einige Zeit als Versicherungsagent arbeitete, begann er seine Karriere als Unternehmer, zusammen mit einem Finanz- und Bauunternehmer aus Cuneo, Attilio Dutto. Dutto starb bei einer Autobombenexplosion am 21. März 1979, die Täter wurden nie gefunden.

Als Aktienhändler an der Mailänder Börse lernte Briatore Luciano Benetton, Inhaber des Modelabels «United Collors of Benetton», kennen. 1977 ging Briatore in die USA, um dort das Firmenimperium für Benetton auszubauen. In zehn Jahren wurden mehr als 650 Filialen eröffnet.

Als Belohnung für seine Leistung übertrug Luciano 1989 die Verantwortung für den Formel-1-Rennstall Benetton an Briatore. Auch hier bewies Flavio ein goldenes Händchen, er nahm 1991 Jungstar Michael Schumacher unter Vertrag. Unter ihm als Teamchef errang Schumacher 1994 (Benetton-Ford) und 1995 (Benetton-Renault) seine ersten zwei WM-Titel, 1995 gewann das Team selbst den ersten WM-Titel.

1997 verliess Briatore Benetton, drei Jahre später kehrt er in den Motorsport zurück, wurde Teamchef des gleichen Rennstalls, der nun Werks-Team von Renault war. Er gilt als Entdecker und Manager von Fernando Alonso, der 2005 und 2006 Formel-1-Weltmeister wurde. Nach der sogenannten Crashgate-Affäre bekam Briatore 2009 von der FIA lebenslanges Berufsverbot in der Formel 1, was von einem französischem Gericht im Frühjahr 2010 aufgehoben wurde. Die FIA sah es als erwiesen an, dass Briatore den jungen Nelson Piquet dazu angestiftet hatte, in Singapur 2008 absichtlich in die Mauer zu fahren – um in der anschliessenden Boxenstoppwelle Alonso in Führung zu bringen. Fernando gewann die GP-Premiere im Stadtstaat.

Nach seinem Rennsport-Engagement kümmerte sich Briatore zusammen mit Angelo Galasso um die exklusive Modemarke Billionaire Couture. Zudem besitzt er die Nachtklubkette «Billionaires Club» (Club der Milliardäre).

Neben schnellen Autos spielten schöne Frauen immer eine wichtige Rolle in Briatores Leben. Er war mit den Top-Models Naomi Campbell und Heidi Klum liiert. Mit Klum hat er die gemeinsame Tochter Leni. Am 14. Juni 2008 heiratete Briatore in Rom die 30 Jahre jüngere Italienerin Elisabetta Gregoraci. Sie schenkte ihm am 18. März 2010 den kleinen Nathan Falco.

Briatore weilt derzeit in Afrika in den Ferien, in seinem Billionaire Resort Malindi. Auf seinem Facebook-Konto ist als Hauptbild nur Briatore mit seinem Sohn zu sehen.

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