Haas VF-18-Ferrari: Der erste neue GP-Renner ist da!

Von Mathias Brunner
Formel 1
​Als erstes Formel-1-Team zeigt der Rennstall des US-Amerikaners Gene Haas den 2018er Renner. Die ersten Bilder zeigen, wie die neue Rennwagengeneration aussieht – ohne Haiflosse, dafür mit Halo.

Der neue Haas VF-18 ist da, ein Evolution des Modells vom vergangenen Jahr, wie erste Bilder zeigen. Haas ist damit der erste Rennstall, der seinen 2018er Rennwagen zeigt – das Auto, das in der kommenden Saison von Romain Grosjean und Kevin Magnussen bewegt wird.

Teamchef Günther Steiner: «Der grösste Teil dieser Evolution war, den Kopfschutz Halo einzupassen. Wir haben ausführliche aerodynamische Studien angestellt. Um die erforderlichen Belastungstests zu bestehen, mussten wir das Chassis verstärken.»

Teambesitzer Gene Haas meint: «Wir müssen diese Technikprobleme lösen, die uns davon abgehalten haben, bessere Leistungen zu zeigen. Die Reifen waren dabei der grösste Knackpunkt – sie im richtigen Wirkungsfenster zu halten. Schon geringste Änderungen der Aerodynamik oder des Abtriebs können dazu führen, dass die Autos zu rutschen beginnen und die Walzen deswegen überhitzen.

Im ersten Jahr hatten wir viel Glück, vor allem in den ersten Rennen. In der zweiten Saison wurde es offensichtlich, woran es mangelt. 2016 schienen einige Teams Probleme zu haben, das war 2017 nicht mehr so. Das Feld ist zusammengerückt, die Leistungsdichte ist sehr hoch.

Steiner gibt zu, dass es gemessen am Vorgängermodell keine radikalen Änderungen gibt – abgesehen davon, dass die Haiflosse weg ist und der Halo eingepasst werden musste. «Vor dem Hintergrund eines weitgehend stabilen Reglements war es logisch, auf unserem Weg weiterzugehen. Es geht darum, das Bestehende raffinierter zu gestalten, nicht von vorne anzufangen. Daher sehen wir zahlreiche Elemente, die den Fans vom letzten Jahr her bekannt vorkommen.»

«Der Halo hat den Schwerpunkt des Wagens nach oben verlagert. Wir haben es aber geschafft, das Auto so leicht als möglich zu bauen, so dass wir mit mehr Ballast als früher am Fahrzeugboden arbeiten können.»

«Unser 2017er Auto war nicht schlecht, auch wenn wir es nicht immer geschafft haben, das Beste rauszuholen. Das wollen wir 2018 besser machen.»

Zum Design sagt der Südtiroler: «Wir sind ein wenig zu dem zurück gegangen, was wir 2016 mit dem ersten Auto hatten. Wir wollten einen sauberen, präzisen Look – so wie die Werkzeugmaschinen von Haas Automation.»

Viel zu erkennen ist auf den Bildern aber nicht. Haas hat den Renner absichtlich vor einem dunklen Hintergrund platziert, um möglichst wenig Details preiszugeben. Schon bei den ersten Testfahrten in Barcelona wird der Wagen anders aussehen. Der Frontflügel ist eine grundlegende Ausführung. Der Lufteinlass des Motors ist eher oval (wie bei Weltmeister Mercedes) statt dreieckig wie beim alten Haas-Renner. Haas hat auch die Idee vorgelagerter Elemente am vorderen Ende der Seitenkästen übernommen. Die seitlichen Luftleitelemente (barge boards) sind in vierteilig und werden nach hinten breiter.

Haas setzt auf bewährte Technik: Wie 2016 und 2017 besteht die komplette Hinterachse samt Motor und Getriebe von Ferrari. Von Haas kommen Chassis, Aerodynamik und Kühlung.

Das VF bezieht sich auf die ersten CNC-Maschine des Unternehmers Gene Haas, die damals VF-1 genannt wurde. VF steht für vertikales Fräsen, intern wurde gewitzelt, die VF-1 bedeute die Allererste (very first one).

Die wichtigsten Termine 2018

Team-Präsentationen
15. Februar: Williams (London)
19. Februar: Red Bull Racing (Internet)
20. Februar: Renault (Internet)
20. Februar: Sauber (Internet)
22. Februar: Ferrari (Maranello)
22. Februar: Mercedes (Silverstone)
23. Februar: McLaren (Internet)
26. Februar: Toro Rosso (Barcelona)

Wintertests
26. Februar bis 1. März: Cirucit de Barcelona-Catalunya
6. bis 9. März: Circuit de Barcelona-Catalunya

Testfahrten innerhalb der Saison
15./16. Mai: Circuit de Barcelona-Catalunya
31. Juli/1. August: Hungaroring

Formel-1-WM
25. März: Australien (Melbourne)
8. April: Bahrain (Sakhir)
15. April: China (Shanghai)
29. April: Aserbaidschan (Baku)
13. Mai: Spanien (Barcelona)
27. Mai: Monaco (Monte Carlo)
10. Juni: Kanada (Montreal)
24. Juni: Frankreich (Le Castellet)
1. Juli: Österreich (Spielberg)
8. Juli: Grossbritannien (Silverstone)
22. Juli: Deutschland (Hockenheim)
29. Juli: Ungarn (Budapest)
26. August: Belgien (Spa-Francorchamps)
2. September: Italien (Monza)
16. September: Singapur
30. September: Russland (Sotschi)
7. Oktober: Japan (Suzuka)
21. Oktober: USA (Austin)
28. Oktober: Mexiko (Mexiko-Stadt)
11. November: Brasilien (São Paulo)
25. November: Abu Dhabi (Insel Yas)

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