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Mercedes prophezeit: 2018 gibt’s mehr Überholmanöver
James Vowles ist sich sicher, dass wir in diesem Jahr mehr Formel-1-Überholmanöver als 2017 sehen werden. Der Mercedes-Chefstratege erklärt: Das liegt an den neuen Reifen von Pirelli.
Formel 1
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Halo, Grid-Girl-Verbot und neue Startzeiten – die Formel-1-Fans müssen sich in der anstehenden Saison trotz eines relativ stabilen Regelwerks an viele Neuerungen gewöhnen. Eine nicht ganz so heiss diskutierte Änderung ist die erweiterte Auswahl an Reifenmischungen, die den Formel-1-Fahrern und Teams in diesem Jahr zur Verfügung stehen wird.
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Neben den bekannten Slick-Varianten gibt es auch eine superharte (orange markierte) Mischung und einen hyperweichen (pink markierten) Reifen. Ausserdem bringen die Pirelli-Ingenieure zukünftig eine zweite Variante der Intermediate-Reifen für Mischverhältnisse mit an die Strecke. Der Grund für die Einführung der neuen Reifen liegt auf der Hand, wie Mercedes-Chefstratege James Vowles in einem YouTube-Video des Teams erklärt. "Im vergangenen Jahr gab es nur drei 2-Stopp-Rennen. Die restlichen Grands Prix waren grundsätzlich 1-Stopp-Rennen, obwohl einige im Nassen stattgefunden haben und andere durch rote Flaggen unterbrochen wurden. Aufgrund des niedrigen Reifenabbaus ergab sich dadurch ein Problem: Wir haben nicht viel davon erlebt, was ich als Racing bezeichnen würde. Es waren nicht viele Fahrer in der Lage, verschiedene taktische Optionen auszuprobieren", erzählt er. Und der Ingenieur betont, dass die Italiener gar keine andere Wahl hatten, als zu reagieren: "Pirelli musste 2017 einen Reifen bauen, der robust genug war, um mit einer der grössten Aerodynamik-Regeländerungen in der Geschichte klarzukommen. Dieses Ziel haben sie erreicht, aber die Reifen waren im ersten Anlauf zu robust. Jetzt versuchen sie, besseres Racing zu ermöglichen, also mehr taktische Optionen zu schaffen, mehr Möglichkeiten für Zwei-Stopp-Rennen zu bieten und eine Reihe an Mischungen zu haben, die zu mehr Strecken passen."
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Der 38-jährige Brite ist zuversichtlich, dass Gummi-Experten aus Italien dieses Ziel erreichen werden. "Die Reifen sind weicher, was zu mehr Abbau führt. Dadurch steigen die Rundenzeiten und es kommt zu mehr Stopps", prophezeit er. Und Vowles schildert: "Wenn man im vergangenen Jahr ein anderes Auto einholte, stiegen dessen Rundenzeiten wegen der Reifen nicht so stark an. Dadurch war der Unterschied an den entscheidenden Stellen für Überholmanöver nicht gross genug - etwa in den Bremszonen oder wenn es auf die Traktion ankommt."
"In diesem Jahr fallen die Unterschiede grösser aus und das wird zu mehr Überholmanövern führen. Zu diesem Zeitpunkt wissen wir allerdings noch nicht, zu wie vielen genau", fügt der Chefstratege der Silberpfeile an, und verrät: "Meine persönliche Meinung ist, dass wir mehr Boxenstopps sehen werden. Es wird etwas mehr Überholmanöver als im letzten Jahr geben und die Autos werden viel Performance verlieren, wenn sie lange auf den gleichen Reifen unterwegs sind."
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