Daniel Ricciardo: Trotz Tagesbestzeit frustriert

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Daniel Ricciardo

Daniel Ricciardo

Red Bull Racing-Pilot Daniel Ricciardo war am ersten Testtag auf dem Barcelona-Rundkurs nicht nur der Schnellste, sondern auch der Fleissigste. Nach getaner Arbeit erklärte er, warum er dennoch nicht ganz glücklich ist.

Der RB14 lief am ersten Testtag auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya wie gewünscht. Daniel Ricciardo drehte denn auch gleich 105 Runden – obwohl die Temperaturen zu kalt waren, um brauchbare Daten zu sammeln. Der fröhliche Australier erklärte hinterher auf die Frage, ob sich sein Auto wie ein Titelkandidat anfühle: «Das könnte sein, aber es ist noch sehr früh, um irgendwelche Aussagen zu treffen.»

Und der fünffache GP-Sieger fügte an: «Heute lief es sehr gut, aber die Wahrheit ist, dass wir niemals unter solchen Bedingungen einen GP bestreiten werden. Ich bin etwas frustriert, denn obwohl es heute gut lief und die Standfestigkeit beachtlich war, werden wir beim Rennwochenende in Mai ganz andere Verhältnisse antreffen.»

«Ein Teil von mir wünscht sich deshalb, dass wir irgendwo in Bahrain sind, wo wir bei realistischeren Bedingungen richtig testen können», gesteht Ricciardo, und fügt eilends an: «Ich verstehe, dass wir hier in der Nähe der Werke sind, aber wir haben heute nur etwas über unsere Standfestigkeit erfahren. Es ist klar, dass dieses Auto keine lahme Ente ist und sich gut anfühlt. Doch im Rennen wird es dann ganz anders. Ich will nicht der Miesepeter sein, aber es ist frustrierend, wenn dir die Hände gebunden sind.»

Der 28-jährige Red Bull Racing-Pilot hatte dennoch auch Gutes zu berichten: «Vor der Mittagspause habe ich 35 Runden am Stück gedreht und ich kam nur an die Box, weil die Pause anstand, die Zuverlässigkeit war heute also wirklich stark. Ob auch die Performance stimmt, werden wir sehen. Ich will nichts überstürzen, aber es war ein guter erster Tag. Die Strecke ist nun sehr glatt, deshalb mussten wir nicht zu sehr über die Randsteine brettern. Allerdings soll es auch die restliche Woche sehr kalt bleiben, ich weiss also nicht, wie produktiv diese Woche letztlich wird.»

Natürlich musste Ricciardo auch die obligate Frage nach seinen Vertragsverhandlungen beantworten. Der Australier winkte gleich ab: «Seit dem Saisonende 2017 hat sich nichts weiterentwickelt, denn ich habe mir eine Auszeit von der Formel 1 gegönnt. Ich denke, wir werden etwa im April mit den Verhandlungen beginnen, wenn wir schon einige Rennen bestritten haben. Ich hoffe, dass ich die ersten WM-Läufe für mich entscheiden werde, um in den Verhandlungen beste Karten zu haben.»

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