F1-Zukunft: Das sagen Aston Martin, Williams, McLaren

Von Mathias Brunner
Formel 1

​F1-Grossaktionär Liberty Media hat in Bahrain den Teamchefs präsentiert, wie sich der Sport entwickeln soll – kostengünstiger und spektakulärer. Erste Stimmen aus Bahrain und aus Grossbritannien.

Die Pläne von Liberty Media zur Zukunft der Formel 1 sind bekannt. Nach dem ersten Training zum Grossen Preis von Bahrain haben wir erste Reaktionen, nicht nur vom Golf, sondern auch aus England. Denn Aston-Martin-CEO Andy Palmer sagt: «Wir sind überaus angetan über die Marschrichtung von Liberty Media, was die Zukunft der Formel 1 angeht. Diese Veränderungen im Sport erfüllen viele Voraussetzungen, um Aston Martin den Einstieg in den GP-Sport als Motorhersteller zu erleichtern. Das ist ein sehr positiver Schritt in die richtige Richtung.»

McLaren-Direktor Zak Brown: «Wir anerkennen, dass der Sport beim Fan beginnen soll. Liberty Media stellt das völlig richtig in den Mittelpunkt. Wir brauchen eine bessere Show, dann kommen auch wieder mehr Zuschauer und damit auch Geldgeber. Es ist in unserem Interesse, dass die Show verbessert wird. Das erfordert Kompromisse, aber ich glaube, das ist alles machbar. Wir haben jetzt mal eine Grobrichtung, die ganzen Details kommen später. Mein genereller Eindruck ist positiv, wir marschieren hier in die richtige Richtung. Wir das alles umgesetzt werden soll, das werden wir nun sehen, gerade beim heiklen Thema Kostendeckel.»

Begünstigt die Vision von Liberty Media ein McLaren, das mit eigenem Motor antritt? Zak Brown: «Wir schauen uns das alle Jahre an. Ich würde das nicht grundsätzlich ausschliessen. Aber wir werden uns nun in Ruhe ansehen, wie das Reglement im Detail aussieht, dann entscheiden wir, ob das für McLaren ein reizvoller Weg wäre.»

Claire Williams, Tochter des legendären Teamgründers Sir Frank Williams, meint: «Wir brauchten eine Veränderung, und dieser Wechsel kommt. Einen Kostendeckel einzuführen, das wird Gewinner und Verlierer erzeugen, aber das ist bei jeder Veränderung so. Dies ist für ein privates Team wie Williams ein extrem guter Tag. Der Sport, wie er heute strukturiert ist, machte das Überleben extrem schwierig. Ich bin von den Vorschlägen von Liberty Media überaus angetan, ein Kostendeckel kann dem Sport nur gut tun.»

«Ich bin sicher, nicht alle werden glücklich sein über die ganzen Vorschläge. Aber da muss ich egotisch sein. Für mich steht im Mittelpunkt, dass unser Rennstall überleben und wieder gewinnen kann. Ich glaube daran, dass dies mit dem Vorschlag von Liberty Media begünstigt wird, also bin ich damit sehr zufrieden.»

Haas-Teamchef Günther Steiner meint: «Wir haben eine neue Formel-1-Führung, und die packt die Aufgaben anders an. Die Präsentation heute fand ich sehr positiv, auch wenn ich das alles als Vorschlag sehe, nicht als in Stein gemeisselt. Wir wissen, dass sich in der Formel 1 etwas ändern muss. Nicht nur aus Gründen der Finanzen, sondern auch um dem Fan Mehrwert zu bieten. Jetzt müssen wir an den ganzen Einzelheiten arbeiten.»

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