Daniel Ricciardo: Keine Motorenstrafe in Kanada!

Von Mathias Brunner
Formel 1
Daniel Ricciardo mit seiner Eltern nach dem Sieg in Monte Carlo

Daniel Ricciardo mit seiner Eltern nach dem Sieg in Monte Carlo

​Red Bull Racing-Technikchef Adrian Newey hatte befürchtet: Monaco-Sieger Daniel Ricciardo braucht in Kanada neue Motorteile, mit der entsprechenden Strafe. Nun könnte der Australier aber straffrei ausgehen.

Nach dem fabelhaften Sieg von Daniel Ricciardo in Monaco, trotz des Ausfalls des Generators für kinetische Energie, sah Adrian Newey schwarz. Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters bestätigte der beste Techniker der Branche: «Daniel wird auf jeden Fall Strafen bekommen. Wir wissen derzeit nur noch nicht, wie viele. Es hängt davon ab, ob in Monaco auch die Batterie beschädigt wurde oder nicht. Bis wir das von Renault erfahren, wissen wir nicht genau, was uns erwartet.»

Ricciardo hatte in Monaco ein echtes Meisterstrück hingelegt, der Strahlemann hat das Rennen trotz des Verlusts der MGU-K gewonnen. 52 Runden lang war der Australier mit 160 PS weniger unterwegs. Anschliessend musste befürchtet werden, dass die MGU-K gegrillt wurde – also der elektrische Generator für kinetische Energie. Das hätte den Einbau eines dritten solchen Elements für Montreal bedingt, und das wiederum hätte bedeutet: zehn Ränge zurück.

Nun klingt alles ganz anders. Denn Ricciardo wird mit jener MGU-K fahren, die von Australien bis China im Einsatz war. Der siebenfache GP-Sieger sagt im Fahrerlager des Circuit Gilles Villeneuve: «So wie es im Moment aussieht, kommen wir um eine Strafe herum. Jedenfalls ist mir das gesagt worden. Ich hoffe einfach, es läuft alles gut, denn wenn wir doch tauschen müssten, dann komme ich an einer Strafe nicht vorbei.»

Die Strafe ist aufgeschoben, aber nicht aufgehoben: «Irgendwann werden wir um den Einsatz der dritten MGU-K nicht vorbeikommen, und dann muss ich zehn Ränge zurück. Das könnte schon in Frankreich passieren.»

«Ich bin sehr froh, dass wir hier normal fahren können. Eine Strafe hätte uns nach dem Hoch von Monaco ein wenig den Wind aus den Segeln genommen. Wenn schon eine Strafe, dann lieber nicht in Kanada. Wir versuchen einfach, die Strafe so weit es geht hinauszuzögern. Denn je früher wir tauschen, desto grösser die Wahrscheinlichkeit, dass wir zu einem späteren Zeitpunkt der Saison nochmals wechseln müssen, also eine weitere Strafe kassieren.»

«Ich wollte hier auch straffrei antreten, weil wir glauben: Von den Pisten, die in den kommenden Wochen in rascher Folge auf uns zukommen, haben wir in Montreal die besten Erfolgsaussichten.»

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