Max Verstappen (Red Bull): Häme wegen Vettel-Crash

Von Mathias Brunner
Formel 1
Max Verstappen zeigte ein starkes Rennen

Max Verstappen zeigte ein starkes Rennen

​Dritter in Kanada, Zweiter in Frankreich: Ohne Zweifel hat sich die Saison von Red Bull Racing-Pilot Max Verstappen zum Besseren gewendet. Den Crash von Sebastian Vettel nutzt Max für eine Portion Häme.

Max Verstappen mag für den zweiten Rang im Le-Castellet-GP einen Gorilla als Trophäe erhalten haben (in Frankreich-Farben – nein, wirklich!), aber seine Leistung im Rennen war bärenstark. «Ein gutes Rennen», untertreibt der Niederländer, «aber wir müssen schon realistisch sein, Lewis hat das Tempo kontrolliert. Das Rennen war harte Arbeit. Ein zweiter Platz auf einer solchen Power-Strecke, dafür müssen wir uns nicht schämen.»

Vor allem deswegen, weil Max von einer lästigen Vibration genervt wurde. Red Bull Racing-Teamchef Christian Horner: «Unsere Daten sagen – Max hat ein Ausgleichsgewicht an der Felge links vorne verloren.»

Verstappen wurde unmittelbar nach dem Rennen zur Kollision von Vettel und Bottas in Kurve 1 befragt. Max und Sebastian sind sich einige Mal in die Quere gekommen, das haben die beiden aus der Welt geschafft, aber ein wenig Süss-Saures konnte sich Max nicht ersparen, als er urteilte: «Jeder versucht in der ersten Kurve, Raum zu gewinnen, da machen die Leute eben Fehler.»

«Ich erkannte, dass Lewis sein eigenes Rennen fuhr. Ich fühlte mich ein wenig einsam. Hamilton war schneller heute.» Aber Hand aufs Herz: Hat Max zum Schluss des Rennens, als er einige beste Rennrunden in den Asphalt stanzte, mit dem Gedanken geliebäugelt, dass die Festung Hamilton vielleicht einzunehmen ist?

Max: «Nein. Ich erkannte, dass Hamilton es an der Spitze recht gemütlich nimmt. Also bin ich mein eigenes Rennen gefahren. Ich habe mich mit den weichen Reifen wohler gefühlt als zu Beginn des Rennens mit den superweichen. Wir hatten schon im freien Training gemerkt, dass der weiche Reifen eine gute Wahl für uns ist.»

Lewis Hamilton wurde gefragt, ob er zum Schluss des Grand Prix öfter in den Rückspiegel schaute, wegen Max. Lewis: «Nein. Ich wurde über die Abstände fortlaufend informiert. Wir konnten einen hohen Rhythmus halten.»

In der Medienkonferenz nach dem Rennen konnte sich Verstappen eine Spitze nicht verkneifen, mehr an die Medien gerichtet als an Sebastian. Mit todernster Miene warf Max in die Runde: «Ich finde wirklich, wenn ihr Vettel das nächste Mal seht, solltet ihr ihm zu bedenken geben, dass er seinen Fahrstil vielleicht ändert. Ehrlich, das ist einfach inakzeptabel. Er muss aus solchen Fehlern endlich etwas lernen. Jedenfalls wurde mir das gesagt, also solltet ihr das ihm nun auch sagen. Und natürlich wird Vettel überhaupt nichts ändern, aber etwas gelernt haben. Das ist mein Rat für alle in diesem Raum.»

Damit hatte Verstappen die Schmunzler auf seiner Seite.

Was passiert nun in Österreich? Max: «Wir haben es bei den letzten beiden Rennen auf dem Red Bull Ring jeweils aufs Podest geschafft, das sollte auch dieses Jahr möglich sein. Auf den Geraden sind wir ein wenig im Nachteil, aber das machen wir in den Kurven wett. Ich freue mich sehr auf Österreich, weil da immer auch sehr viele Fans aus den Niederlanden anreisen.»

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