Fernando Alonso: «Wie ich das verdaue? Ziemlich gut!»

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Fernando Alonso

Fernando Alonso

McLaren-Star Fernando Alonso erlebte eine Woche nach seinem Le-Mans-Triumph ein schwieriges Rennen in Frankreich. Der Spanier beteuerte hinterher, dass er trotzdem nicht frustriert ist.

Am Boxenfunk klang Fernando Alonso noch ziemlich frustriert: Während des achten WM-Laufs in Frankreich schimpfte er: «Ich habe keine Bremsen, meine Reifen sind durch und ich bin nicht in den Punkten. Mir ist es egal, was jetzt passiert.» Und auf die Frage, wie es seinem Renner nach dem unliebsamen Zusammentreffen mit Sebastian Vettel in der sechsten Runde gehe: «Ich geriet mit Vettel zusammen. Ich hoffe, er hat den Schaden davongetragen. Denn das war ein dummes Manöver in der ersten Runde!» Damit meinte er den Startcrash, den der Heppenheimer verursacht hatte.

Alonsos Dreher nach der Berührung mit Vettel blieb nicht seine einzige Sorge: Ganz zum Schluss des Rennens gab ihm sein Team frische ultraweiche Reifen, um noch einen Angriff auf die schnellste Rennrunde zu starten. Doch ein Aufhängungsschaden in der letzten Runde sorgte dafür, dass er das Rennen an der Box beendete und nur als Sechszehnter gewertet wurde. Die schnellste Rennrunde ging an Valtteri Bottas.

Dennoch wunderte er sich nach dem Zieleinlauf über die Fragen der Journalisten. «Ich bin überrascht, wie negativ alle sind, ich bin nicht frustriert, das Team war einfach etwas zu optimistisch, weil es mir die ganze Zeit die Abstände zum Fünften und Sechsten und so weiter durchgegeben hat. Deshalb musste ich sie etwas bremsen», erklärte er.

«Weltweit gibt es nur 20 Fahrer, die diesen Job machen dürfen und ich bevorzuge es, hier Letzter zu sein, statt das Rennen im Fernsehen sehen zu müssen», stellte Alonso klar. «Wir waren dieses Wochenende nicht konkurrenzfähig. Manchmal läuft es besser, manchmal schlechter. Und nun wollen alle wissen, wie ich dieses Rennen verdaue. Ganz gut, würde ich sagen! Denn wir waren hier zwar sehr, sehr schlecht. Dennoch belegen wir derzeit den siebten Platz in der Team-Wertung.»

Trotzdem erklärte der ehrgeizige Weltmeister von 2005 und 2005 auch gewohnt unverblümt: «Das war heute ein schwieriger Tag. Beim Start musste ich den Unfällen, die um mich herum passiert sind, ausweichen. Einige Fahrer haben ohne Not abgekürzt und kamen ohne Strafe davon. Ich blieb auf der Bahn und war dann Letzter. Aber auch abgesehen davon war es nicht unser Rennen. Am Ende hatte ich noch ein Problem mit der Aufhängung und habe nicht einmal die Zielflagge gesehen.»

Zuversichtlich stimme ihn die Tatsache, dass es sich um das erste wirklich schlechte Rennwochenende in diesem Jahr handelte, das er in der Formel 1 hatte hinnehmen müssen, sagte der Le-Mans-Sieger. «In fünf Tagen sind wir wieder beim nächsten Rennwochenende in Österreich auf der Piste, da haben wir die Möglichkeit, das heutige Rennen vergessen zu lassen. Ich hoffe wirklich, dass der Red Bull Ring und vor allem auch der Silverstone Circuit ein besseres Pflaster für uns sind.»

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