Neue Formel-1-Reifen: Viel Arbeit für die Ingenieure

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Pierre Waché, Paddy Lowe, Bob Bell und Andy Green wissen: Es kommt viel Arbeit auf sie zu

Pierre Waché, Paddy Lowe, Bob Bell und Andy Green wissen: Es kommt viel Arbeit auf sie zu

Die Technikchefs von Red Bull Racing, Force India, Renault und Williams wissen, wie gross die Herausforderung ist, die neuen Reifen- und Räderdimensionen umzusetzen. Auch das Heizdecken-Verbot ist eine spezielle Aufgabe.

Niederquerschnittreifen, 18-Zoll-Felgen und schmalere Vorderreifen, sowie ein Verbot der heute noch erlaubten Heizdecken – die Formel-1-Verantwortlichen wollen ab 2021 nicht nur neue Motoren einsetzen, sondern auch neue Sohlen für die GP-Renner einführen. Die Ideen sind nicht neu, sowohl die veränderten Dimensionen als auch das Heizdecken-Verbot wurden in den vergangenen Jahren immer wieder diskutiert – und letztlich verworfen.

Die Formel-1-Technikchefs wissen, wie schwierig die Umsetzung dieser Änderungen ist. «Die schwierigste Aufgabe wird wohl auf den Reifenhersteller zukommen», erklärt etwa Bob Bell von Renault mit Blick auf die Tatsache, dass die FIA den Posten des Formel-1-Reifenausrüsters ab 2020 neu ausgeschrieben hat. «Sollte ein neuer Hersteller einsteigen, dann muss er in einem Jahr zwei verschiedene Reifentypen produzieren, weil 2020 noch die aktuellen Regeln mit den 13-Zoll-Rädern gelten sollen. Ich denke, das ist die grösste Herausforderung.»

Force India-Technikchef Andy Green stimmt seinem Berufskollegen zu: «Es ist eine enorme Aufgabe für jeden Hersteller, einen Reifen für die eine Saison zu produzieren und parallel auch noch die Entwicklung der neuen Räder und Reifen für das folgende Jahr voranzutreiben. Es wird interessant zu sehen sein, wie das umgesetzt wird.»

Williams-Mitbesitzer und Technik-Oberhaupt Paddy Lowe warnt seinerseits: «Ich weiss, dass die Idee der 18-Zoll-Räder in den vergangenen zehn Jahren schon viele, viele Male diskutiert wurde. Es ist nicht sonnenklar, dass dies ein grossartiger Weg ist, den wir damit einschlagen – und ich denke, wir müssen die technischen Folgen dieser Veränderungen genau analysieren. Klar ist, dass es sich um einen ganz anderen Reifen handelt. Das Gewicht wird sicherlich deutlich höher ausfallen.»

Red Bull Racing-Technikdirektor Pierre Waché fügt an: «Ich denke, die Änderungen werden zusammen mit einigen Neuerungen im Chassis-Bereich einhergehen, und das wirkt sich deutlich auf das Fahrverhalten und die ganze Fahrzeug-Balance aus – vor allem, weil auch noch das Heizdecken-Verbot umgesetzt werden soll.»

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