Valtteri Bottas, Mercedes: «Dürfen weiterhin fighten»

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Valtteri Bottas

Valtteri Bottas

Mercedes-Pilot Valtteri Bottas wurde im Deutschland-GP angewiesen, seinen Teamkollegen Lewis Hamilton nicht mehr anzugreifen. In Ungarn beteuert der Finne: «Wir dürfen weiterhin gegeneinander fighten.»

Als Valtteri Bottas im Deutschland-GP beim Restart nach der Safety-Car-Phase seinen in Führung liegenden Stallgefährten angriff, war das zu viel für Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff. Der Finne wurde angewiesen, seine Position zu halten, womit der Sieger feststand: Lewis Hamilton feierte auf dem Hockenheimring seinen vierten Saisonsieg und übernahm damit die WM-Führung von seinem Titelrivalen Sebastian Vettel, der einen bitteren Nuller hinnehmen musste.

Gleich nach dem Rennen erklärte Wolff: «Nach dem ganzen Pech, das wir in den drei Rennen hatten, die an aufeinanderfolgenden Wochenenden stattgefunden haben, sowie der Wetterprognose, die einen weiteren Regenschauer für die letzte Rennrunde voraussagte, wollten wir es einfach nicht riskieren, einen oder zwei Ausfälle hinnehmen zu müssen.»

Diese Argumentation kann Bottas verstehen. Der Finne, dessen Mercedes-Vertragsverlängerung am Hockenheim-Wochenende verkündet worden war, erklärt rückblickend: «Natürlich will ich immer gewinnen, mein Erfolgshunger ist nicht kleiner geworden und ein Sieg bedeutet mir immer noch sehr viel. Und klar ist es ärgerlich, wenn man in einem Auto sitzt, in dem der Sieg theoretisch möglich ist. Aber es sollte nicht sein. Man darf nicht vergessen, dass einige Dinge passiert sind. Als Seb abgeflogen ist, war ich noch in Führung. Doch angesichts meiner abgefahrenen Reifen musste ich noch einmal die Box ansteuern, wodurch ich die Führung verloren habe.»

Der 28-Jährige beteuert dennoch: «Das heisst nicht, dass wir ab jetzt keine Angriffe mehr starten dürfen, im Gegenteil, wir dürfen immer noch fighten. So lautet der derzeitige Plan. Es ist natürlich auch situationsabhängig und wird von Fall zu Fall entschieden. Was das Rennen in Deutschland angeht: Da ist zuvor so viel passiert, was uns Punkte gekostet hat, dass ich dem Team nicht böse sein kann, weil es alles daran setzte, die WM-Zähler in Hockenheim zu holen. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass es auch im umgekehrten Fall so gelaufen wäre.»

Ausserdem habe er den Befehl, seinen Vordermann im Silberpfeil nicht anzugreifen, erst bekommen, als er schon im Stadion unterwegs war, betont Bottas. «Der grösste Teil des Duells war da schon gelaufen», beteuert der Mercedes-Pilot. «Ich denke nicht, dass ich eine andere Rolle als im vergangenen Jahr habe», fügte Bottas auf die Frage an, ob er nun künftig den Wasserträger für den vierfachen Weltmeister und WM-Leader spielen werde.

Mit Blick auf das Rennen auf dem Hungaroring bleibt der dreifache GP-Sieger vorsichtig: «Wir wissen aus Erfahrung, dass dies nicht unser bestes Pflaster ist. Auf Pisten, auf denen maximaler Abtrieb gefragt ist, sind sowohl Red Bull Racing als auch Ferrari jeweils stark unterwegs. Wir starten also nicht als Favoriten ins Wochenende und gehen es deshalb nicht mit zu viel Selbstbewusstsein an. Allerdings wissen wir auch, dass wir durchaus vorne mitspielen können, wenn wir alles richtig machen.»

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