Audi will zum WM-Titel 2030: Ist Nico Hülkenberg dann noch dabei?
Am 21. Januar hat Audi gezeigt, wie die Lackierung des R26-Autos von Nico Hülkenberg aussieht. Audi will 2030 ein Wörtchen um den Formel-1-WM-Titel mitreden. Ist Nico Hülkenberg dann noch an Bord?
Klare Ansage von Audi-CEO Gernot Döllner in Berlin. Als die Marke mit den vier Ringen enthüllt, in welchen Farben Nico Hülkenberg und Gabriel Bortoleto 2026 an den Start gehen, sagt der Konzernchef: «Wir wollen nach vorne und 2030 um den WM-Titel in der Formel 1 mitreden können.»
Das ist in fünf Jahren, und es stellt sich die Frage, wer dann am Lenkrad der Audi-Rennwagen sitzen wird. Der Brasilianer Gabriel Bortoleto ist mit seinen 21 Jahren noch jung und hat mehrfach betont, dass er seine Zukunft bei den Deutschen sieht.
Aber wie ist das mit Nico Hülkenberg? Der verlässliche Emmericher ist nun 38 Jahre alt, in fünf Jahren wäre er 43. Klar kommt es vor, dass Ü40 im GP-Sport vertreten sind, siehe Fernando Alonso mit seinen 44 bei Aston Martin, siehe Lewis Hamilton mit seinen 41 bei Ferrari.
Hülkenberg sagt im Rahmen der Audi-Präsentation in Berlin zur Saison 2030 und zum Ernten von Früchten: «Es ist nicht unmöglich, dann noch dabei zu sein. Aber ganz ehrlich – über so etwas denke ich heute nicht nach. So lange ich Freude an der Arbeit habe und die Stoppuhr zeigt, dass ich wettbewerbsfähig bin, so lange möchte ich weitermachen.»
Nico ist sich im Klaren – ein Spaziergang wird das alles nicht. «Besonders zu Beginn werden wir in einer steilen Lernkurve stecken. Und da sehe ich auch meine Rolle. Ich will dazu beitragen, dass wir Probleme aufspüren, ich will Vorschläge machen, wie wir Lösungen und Abkürzungen Richtung Erfolg finden.»
«Mein Ehrgeiz besteht darin mitzuhelfen, das Projekt vorwärtszubringen. Was mich persönlich angeht, so will ich Freude an der Arbeit haben und mich selber weiterentwickeln. Ich konnte 2025 endlich den ersten Podestplatz in der Formel 1 erringen. Klar will ich als nächsten Schritt einen Grand Prix gewinnen, das ist mein Traum.»
Zu Beginn aber gibt sich der 250-fache GP-Teilnehmer bescheiden: «Wir müssen zunächst mal geduldig sein und sehen, wie wir in diesem Jahr aus den Startblöcken kommen. Ich will das Potenzial des Autos ausschöpfen, aber wohin uns das führt, das hängt davon ab, wie konkurrenzfähig alle sein werden. Und das weiss derzeit keiner.»
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