Superbike WM • Neu
Superbike-Saisonauftakt auf Phillip Island mit drei offiziellen Honda
In der MotoGP kämpfte Miguel Oliveira oft mit unterlegenem Material. Das ändert sich in der Superbike-WM zumindest in der Theorie, denn bei BMW erhält er das Weltmeister-Bike.
Miguel Oliveira hat den Wechsel von der MotoGP in die Superbike-Weltmeisterschaft vollzogen – und betrachtet diesen Schritt keineswegs als Zwangslösung. Auch wenn der Portugiese gerne in der Königsklasse geblieben wäre, blickt er mit großer Motivation auf seine neue Aufgabe.
Beim
Im Rahmen des ersten Testtages sprach Oliveira mit SPEEDWEEK.com-Chefredakteur Ivo Schützbach offen über seine mentale Herangehensweise und die Bedeutung des Paddock-Wechsels. In den vergangenen zwei Jahrzehnten taten sich viele ehemalige GP-Piloten in der Superbike-WM schwer, nachhaltig Fuß zu fassen – häufig weniger aus fahrerischen als aus mentalen Gründen. Genau darin sieht Oliveira einen entscheidenden Unterschied.
«Ja, ich bin definitiv nicht dieser Typ Fahrer. Ich gehöre zur anderen Gruppe», stellte der 31-Jährige klar. Für ihn sei die Superbike-WM keine zweite Wahl, sondern eine neue Chance. Zwar wolle er sich nicht sofort öffentlich auf Titel und Siege festlegen, doch das grundsätzliche Ziel sei klar umrissen. «Am Ende ist das das Ziel für jeden Fahrer im Paddock, und ich denke, wenn jemand das nicht sagt, dann setzt er die Messlatte nicht hoch genug», so Oliveira.
Entscheidend für Oliveira ist das Umfeld, in das er nun gewechselt ist. Er fährt bei BMW für das Weltmeisterteam und sitzt auf einem Motorrad, das in Kombination mit Toprak Razgatlioglu bereits bewiesen hat, dass es siegfähig ist. «Also muss mein Ziel sein, mich selbst in die bestmögliche Position zu bringen, um um diese Plätze kämpfen zu können und das auch zu erreichen», erklärte er. Dabei gehe es nicht nur um seine eigene Leistung, sondern um die Arbeit des gesamten Teams.
Dass er die MotoGP verlassen musste, empfindet Oliveira nicht als Enttäuschung. «Ich bin nicht enttäuscht, dass ich das Paddock gewechselt habe. Ich fahre immer noch Motorrad, ich bin immer noch an einem Ort, an dem ich sogar noch wettbewerbsfähiger sein kann und vielleicht sogar mehr Spaß habe als früher.» Genau dieser Aspekt sei für ihn ein zusätzlicher Motivationsfaktor. «Das motiviert mich sehr und ich will erfolgreich sein.»
Ein weiterer Punkt, der den Portugiesen antreibt, ist das Material. In der MotoGP habe er nie auf dem besten Bike gesessen – solide Technik ja, aber nie das Referenzmotorrad. In der Superbike-WM könnte sich das ändern: Nun fährt er das Motorrad des amtierenden Weltmeisters. Das verändert die Ausgangslage spürbar, auch mental. Wer weiß, dass er auf einem der besten Motorräder sitzt, hat keine Ausreden mehr – und genau diese Herausforderung scheint Oliveira anzunehmen.
Der Auftakt in Jerez verlief vielversprechend, auch wenn die nassen Bedingungen keine klaren Rückschlüsse zuließen. Für Oliveira steht ohnehin etwas anderes im Vordergrund: sich Schritt für Schritt in der neuen Weltmeisterschaft zu etablieren – mit einer klaren Haltung, ehrgeizigen Zielen und dem festen Willen, in der Superbike-WM nicht nur anzukommen, sondern erfolgreich zu sein.
Danilo Petrucci (I), BMW, 1:52,976 min
Yari Montella (I), Ducati, +1,218
Miguel Oliveira (P), BMW, +1,284 sec
Stefano Manzi (I), Yamaha, +2,068
Iker Lecuona (E), Ducati, +2,629
Xavi Fores (E), Bimota, +2,941
Andrea Locatelli (I), Yamaha, +2,959
Alvaro Bautista (E), Ducati, +3,794
Jake Dixon (GB), Honda, +4,133
Tetsuta Nagashima (J), Honda, +4,696
Xavi Vierge (E), Yamaha, +4,808
Axel Bassani (I), Bimota, +4,854
Garrett Gerloff (USA), Kawasaki, +4,940
Alberto Surra (I), Ducati, +5,658
Philipp Öttl (D), Ducati, +5,911
Michael van der Mark (NL), BMW, +8,167
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