Sebastian Vettel: «Hatten den Speed für den GP-Sieg»

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Sebastian Vettel

Sebastian Vettel

Ferrari-Star Sebastian Vettel sicherte sich auf dem Hungaroring den 2. Platz mit einem späten Überholmanöver an Valtteri Bottas. Dabei kamen sich die GP-Stars zu nahe. Und das war nicht das Einzige, was schief lief.

Sebastian Vettel schaffte es in Ungarn vom vierten Startplatz auf den zweiten Rang. Der ehrgeizige WM-Titelkandidat hatte am Vortag noch gehofft, durch eine starke Strategie eine Chance auf den Sieg zu bekommen, doch ein langsamer Boxenstopp macht alle Hoffnungen auf den fünften Saisonsieg zunichte. Statt gegen Polesetter und Spitzenreiter Lewis Hamilton kämpfte der Heppenheimer gegen dessen Mercedes-Teamkollegen Valtteri Bottas, hinter dem er viele Rennrunden verbrachte.

Erst in den letzten Runden schaffte es Vettel, sich in der zweiten Kurve am Silberpfeil vorbeizuschieben – wobei sich Bottas am Ferrari-Heck die Frontflügel-Endplatte abrasierte. Beide hatten Glück im Unglück und konnten weiterfahren – auch wenn Bottas durch das Malheur gleich zwei Plätze einbüsste und den erhofften Podestplatz seinem Landsmann Kimi Räikkönen im zweiten Ferrari überlassen musste.

Vettel kreuzte die Ziellinie knapp 17 Sekunden hinter Rennsieger und WM-Leader Hamilton als Zweiter und erklärte hinterher mit Blick auf sein spätes Manöver an Bottas: «Ich kam letztlich vorbei und das ist das Wichtigste. Am Anfang tat ich mich noch schwer, ich wusste aber auch, dass seine Reifen noch zu frisch sind. Deshalb habe ich mir auch keine grossen Sorgen gemacht. Ich wusste, dass es zum Schluss schwierig für in werden würde und ich würde rankommen können. Und ich machte ihm das Leben schwer»

«Ich hatte etwas mehr Speed auf der zweiten Geraden und konnte auch den Heckflügel flachstellen», schilderte der 51-fache GP-Sieger. «Er hat sich dann verbremst oder verschätzt, weil er zu nah dran war. Ich habe einfach einen Schlag gespürt, den ich von hinten bekommen habe, und für mich war das Thema damit auch erledigt. Wir hatten Glück, dass wir weiterfahren konnten und es ist gut, dass wir es mit beiden Autos aufs Treppchen geschafft haben.»

Vettel betonte aber auch: «Wir hatten heute den Speed, um auch um den Sieg mitkämpfen zu können, aber das geht natürlich nicht, wenn man vom vierten Platz losfährt und dann auch noch vier Sekunden an der Box verliert. Letztlich müssen wir zufrieden sein, zwei Podestplätze erobert zu haben.»

Und er fügte kämpferisch an: «Unser Auto funktioniert auf jeder Strecke ziemlich gut. Im vergangenen Jahr war Mercedes gegen Ende des Jahres schneller, deshalb haben wir den Titelkampf verloren. In diesem Jahr sind wir besser aufgestellt. Ich denke, unser Auto hat noch einiges an Potenzial, das wir ausschöpfen können. Das Auto und die Performance des Teams haben sich im Vergleich verbessert.»

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