Häkkinen: Vettel erinnert mich an Schumacher

Von Andreas Reiners
Formel 1
Mika Häkkinen

Mika Häkkinen

Lewis Hamilton und Sebastian Vettel liefern sich einen engen Titelkampf in der Formel 1. Ex-Champion Mika Häkkinen soll die beiden Superstars miteinander vergleichen.

Wenn Mika Häkkinen Ferrari-Superstar Sebastian Vettel sieht, fühlt er sich an die alten Zeiten erinnert. McLaren, Ferrari, das Duell mit Michael Schumacher. «Ich denke bei Sebastian zuerst an den Fahrstil von Michael. Er bremste immer am gleichen Punkt, fuhr immer die gleiche Linie, beschleunigte sehr gefühlvoll, alles kontrolliert», so der Finne in der Bild.

Sebastian habe seinen eigenen, aber doch sehr ähnlichen Fahrstil wie Michael, so Häkkinen: «Es ist ein sehr schöner, klarer, sauberer und aggressiver Fahrstil. Selbst über die Randsteine hat er das Auto immer unter Kontrolle.»

Und Vettels Mercedes-Konkurrent Hamilton? «Lewis versucht immer etwas extremer zu fahren. Schon kontrolliert, aber er pusht das Auto mehr ans Limit und riskiert mehr einen Abflug. Es ist aber nicht unbedacht, er macht das bewusst. Wenn er nicht abfliegt, kommt eine Superrunde raus. Man kann dieses Risiko gehen, aber nicht immer, sonst fliegst du früher oder später ab.»

Häkkinen ist erstaunt, welche Leistungen Vettel im Ferrari abrufen kann. Das Auto erinnere ihn an seinen McLaren von früher: «Wir legten sehr viel Wert darauf, dass das Heck stabil auf der Strecke liegt. Ein nervöses Heck macht es schwer für den Fahrer, speziell wenn er das Auto ans Limit bringt. Ferrari ist also in einer guten Position, es sei denn, es passieren unvorhersehbare Dinge…»

Häkkinen weiter: «Die Formel 1 war lange nicht mehr so spannend wie jetzt. Rosberg gegen Hamilton war auch alles andere als langweilig, aber die Anzahl der Fans war durch den Zweikampf in einem Team reduziert. Jetzt Mercedes gegen Ferrari, dazu die jungen Talente wie Verstappen dahinter – spannender geht’s nicht.»

24 Punkte Vorsprung hat Hamilton auf Vettel, zuletzt schlug das Pendel in die Richtung des Briten aus. Eine Prognose kann Häkkinen aber trotzdem nicht abgeben. «Es ist unmöglich, das vorherzusagen. Hamilton und Vettel sind so unterschiedliche Typen. Interessant zu sehen, wie Vettels Nerven manchmal mit ihm durchgehen, auf der anderen Seite, wie risikoreich Hamilton fährt.»

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