Mercedes: Andrew Shovlin beantwortet Fan-Fragen

Von Rob La Salle
Mercedes-Chefingenieur Andrew Shovlin

Mercedes-Chefingenieur Andrew Shovlin

Mercedes-Chefingenieur Andrew Shovlin stellt sich nach dem Belgien-GP den Fragen der Fans. Der Brite erklärt unter anderem, warum das Safety-Car nicht gleich nach dem Unfall auf die Strecke fuhr.

Mercedes-Chefingenieur Andrew Shovlin erlebte im Belgien-GP eine Achterbahn der Gefühle. Der Brite durfte zuschauen, wie Polesetter Lewis Hamilton in seinem Silberpfeil kurz nach dem Start von Ferrari-Star Sebastian Vettel überholt wurde, während Valtteri Bottas ins Heck von Sergey Sirotkins Williams-Renner krachte. Der Finne holte sich in der Folge eine neue Fahrzeug-Nase an der Box ab und kämpfte sich bis auf den vierten Platz zurück.

Dies war auch möglich, weil Bottas bei seinem Startunfall nur den Frontflügel beschädigte, wie Shovlin auf die Twitter-Frage von Ethan (@Tweethanutting) erklärt: «Jeglicher Schaden aus diesem Zwischenfall entstand ausschliesslich am Frontflügel und wir konnten reinkommen und ihn austauschen. Zu diesem Zeitpunkt haben wir auch die Reifen gewechselt. Durch das Safety-Car wurde das Feld wieder zusammengeführt, deshalb haben wir keine Zeit verloren. Das hatte also nur einen kleinen Einfluss. Das Auto selbst befand sich für den Rest des Rennens in einem ausgezeichneten Zustand, der Schaden hat uns also nicht beeinträchtigt.»

Die Facebook-Frage von Charles Tanoh, warum das Safety-Car nicht gleich nach dem Unfall auf die Strecke fuhr, beantwortet der Ingenieur folgendermassen: «Eigentlich war die Zeit, die sie dafür brauchten, ziemlich normal. Sie brauchten eine Weile, um sich den Zwischenfall anzuschauen und zu verstehen, ob er mit gelben Flaggen gehandhabt werden kann, ob eine virtuelle Safety-Car-Phase nötig ist oder ob sie wirklich das Safety-Car rausschicken. Ausserdem hatten alle Fahrer, inklusive Lewis und Vettel, den Bereich des Zwischenfalls bereits passiert. Es bestand also tatsächlich keine Gefahr dadurch und es ist üblich, dass etwas Zeit vergeht, bis eine Entscheidung getroffen wird.»

James Hay wollte auf Facebook von Shovlin wissen: «Zum Überholmanöver in der ersten Runde: Da der Force India mit dem gleichen Motor kurzzeitig überholte: Glauben Sie, dass es wegen des Windschatten-Effekts nur so aussah, als ob Ferrari einen grösseren Vorteil hatte?» Die Antwort des 44-Jährigen lautete: «Es besteht kein Zweifel daran, dass der Windschatten-Effekt in Spa enorm ist. Und er wird noch grösser, wenn du ihn von zwei oder drei Autos beziehst. So war es bei Force India in der Anfangsphase. Vettel hat also zweifelsohne in der ersten Runde davon profitiert. Und dadurch sahen sie schneller aus, als sie es vielleicht gewesen wären, wenn beide Autos freie Bahn vor sich gehabt hätten. Allerdings konnten wir beim Re-Start nach dem Safety-Car mit Lewis keinen solchen Nutzen daraus ziehen. Wir kamen nicht nah genug heran, um in den Windschatten hineinzufahren und dann am Ende der Geraden zum Überholmanöver anzusetzen.»

Auch die Frage von Sarvienn (@iamsarvienn), ob Max Verstappen die Chancen von Lewis verringert habe, mittels eines frühen Boxenstopps wieder an Vettel vorbeizukommen, hat Shovlin schnell beantwortet: «Tatsächlich waren wir zu weit entfernt, als dass ein Undercut ordentlich funktioniert hätte. Wir konnten aber dafür sorgen, dass Ferrari reinkommen musste. Dadurch konnten sie den Stint nicht verlängern, um so am Ende des Rennens frischere Reifen zu haben. Uns gelang es auch, im Vergleich zu Verstappen auf einer ziemlich guten Stelle auf der Strecke zu sein. Er konnte uns auf der Geraden hin zur fünften Kurve nicht aufhalten. Durch den Mittelsektor hindurch haben wir vielleicht ein klein wenig Zeit verloren, dann konnten wir aber überholen, als Vettel aus der Box herausfuhr. In dieser Situation hat uns das also nicht wirklich beeinflusst.»

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