Daniel Ricciardo: Lewis Hamilton – Crash in der Quali

Von Mathias Brunner
Formel 1
Daniel Ricciardo

Daniel Ricciardo

​Daniel Ricciardo ist nicht der Ansicht, dass Sebastian Vettel gegen Lewis Hamilton auf aussichtslosem Posten steht. «In unserem Sport kann so viel passieren, etwa ein Crash von Hamilton in der Quali.»

40 Punkte Vorsprung für Lewis Hamilton gegen Sebastian Vettel, alle reden in Sotschi vom WM-Stand. Kann der Ferrari-Star an den letzten sechs GP-Wochenenden das Ruder nochmals herumwerfen? Einer, der durchaus daran glaubt, ist Red Bull Racing-Fahrer Daniel Ricciardo. «Wieso nicht? Lewis könnte etwa einen Crash in der Qualifikation haben oder sonst ein verpatztes Wochenende. In unserem Sport kann so viel passieren. Wenn wir Seb und Lewis vergleichen, dann hat Hamilton gewiss die konstanteren Leistungen gezeigt. Vettel hat einige grossartige Grands Prix gefahren, aber seine Saison ist ein stetes Auf und Ab.»

Der siebenfache GP-Sieger wird gefragt, ob die Leistungsschwankungen bei Vettel damit zu tun hätten, dass Seb mit Druck nicht klarkomme. Ricciardo meint: «Das ist für mich kaum zu beantworten. Ich habe zwar unter grossem Druck Rennen gewonnen, aber ich stand noch nie vor der Aufgabe, um einen Titel mitzufahren. Ich würde mir gerne vorstellen, dass ich mit diesem Druck umgehen kann. Aber ich muss das erst noch beweisen. Vettel hat es schon bewiesen, also würde ich sagen – das darf kein ihm keine Rolle spielen. Gleichzeitig ist Red Bull Racing ein ganz anderes Umfeld als Ferrari. Da entsteht ein anderer Druck. Aber das ist reine Spekulation.»

Keine Spekulation ist die Ausgangslage nach den ersten beiden Trainings. Daniel meint: «Das Auto hat sich bislang gut angefühlt, das Fahren macht Spass. In den Dauerläufen steckten wir ein wenig im Verkehr fest, aber so unangenehm war mir das gar nicht – schliesslich hast du im Rennen auch keine freie Bahn.»

«Ich sehe es ganz gerne, dass einige Gegner Probleme mit den Reifen haben. Wäre das nicht so, dann würde hier alles auf ein Einstopprennen hinauslaufen, und die sind in der Regel wenig unterhaltsam. Mir ist ein wenig Unberechenbarkeit lieber.»

«Die Quali spielt für uns keine so grosse Rolle, weil wir wegen des neuen Motors ohnehin an den Schluss des Feldes rücken. Sotschi war in den letzten Jahren nicht unsere beste Strecke, aber bislang läuft es recht gut. Wenn wir ein solides Rennen zeigen, können wir unter die besten Sechs gelagen.»

In die Red Bull Racing-Renner von Ricciardo und Max Verstappen wurde abgesehen von einem neuen Motor auch noch ein neues Getriebe eingebaut. Mit weiteren fünf Rängen zurück werden die RBR-Autos wohl in die letzte Startreihe rücken, hinter die Toro-Rosso-Fahrzeuge, die ebenfalls neue Motoren erhalten haben.

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Mathias Brunner
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