Mika Häkkinen (McLaren) über Michael Schumacher (Ferrari): «Ich war besser»
Die Formel-1-Duelle von Ferrari-Star Michael Schumacher mit seinem McLaren-Rivalen Mika Häkkinen sind legendär. Heute behauptet der 57-jährige Finne: «Ich war besser.»
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Mika Häkkinen wurde Formel-1-Weltmeister von 1998 und 1999, mit McLaren-Mercedes. Sein grösster Gegner damals: Ferrari-Ass Michael Schumacher. Der Finne über Schumi: «Er war ein starker Fahrer. Ein Grosser. Sehr aggressiv. Sehr aufmerksam in technischer Hinsicht. Er hatte die Fähigkeit, alle zu Höchstleistungen anzuspornen, die mit ihm zusammenarbeiteten. Und auch seine Gegner, wie mich."
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Häkkinen gelang das gleich zwei Mal – und in den Jahren danach übernahm Schumi dann das Ruder, gewann von 2000 bis 2004 fünf Weltmeisterschaften in Serie. Bei Mika war Ende 2001 der Tank leer, der 20-fache GP-Sieger verabschiedete sich.
Heute sagt der inzwischen 57-jährige Mika im Podcast High Performance: «Ich bin Michael oft gefolgt, habe seine Linien studiert, habe darüber nachgedacht, warum er was macht, habe all das verstanden, aber meiner Meinung nach war das nichts Besonderes. Ich glaube, ich war etwas besser.“
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Mika: «Michaels Fahrzeugbeherrschung war fantastisch» Der 161-fache GP-Teilnehmer weiter: «Michael war körperlich sehr stark im Auto. Wie er die Reifen und die Aufhängung nutzte, wie er das Auto unterschiedlich belastete, wie er es mit reiner Muskelkraft steuerte, das war genial. Und dann sein natürliches Talent, seine Denkweise, sein Gespür für die Balance im Rennwagen. Seine Fahrzeugbeherrschung war fantastisch.“
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Schumacher bezeichnete Häkkinen verschiedene Male als seinen besten Gegner aller Zeiten, als einzigen Rivalen auf Augenhöhe. Mika: «Ja, da gab es grossen gegenseitigen Respekt; auch deshalb, weil wir uns früh einig waren – lass uns auf der Strecke kämpfen, lassen wir den ganzen anderen Quatsch aussen vor.“
Grosser gegenseitiger Respekt «Klar hat Schumacher auch versucht, mich an einem Wochenende psychisch unter Druck zu setzen, aber das hat nicht funktioniert. Vielleicht war es auch ein bisschen sein Humor. Aber mir waren solche Mätzchen egal. Ich hatte so viel Vertrauen ins McLaren-Team, in mein Management und in mich selber, dass er nichts ändern konnte.» „Michael war ein sehr harter Rennfahrer. Ich glaube, er hatte einige Probleme mit anderen Fahrern, mit Damon Hill, Jacques Villeneuve oder David Coulthard. Nicht alles lief da fair.»
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«Oft, wenn es danach Diskussionen gab, dachte ich: ‚Ich muss diesen Kerl ändern. Ich muss seine Philosophie, seine Mentalität, seine Fahrweise ändern.‘ Aber dann kam ich zur Einsicht – es spielt keine Rolle, es wird nichts ändern. Ich konzentriere mich daher lieber auf meine eigene Arbeit.» «Wir haben nie angefangen, uns zu streiten oder einander öffentlich die Schuld zuzuschieben. Wir hatten hier die gleiche Denke: Lasst uns auf der Rennstrecke kämpfen und den Rest vergessen. Ich glaube, das hat seine Einstellung mir gegenüber beeinflusst. Wir haben in der Formel 1 gegeneinander tief in die Trick-Kiste gegriffen, aber unsere Autos haben sich im GP-Sport nie berührt.»
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