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WERA-Revolte: Top-Fahrer boykottieren HEWC 2026 – ist die WM tot?

Die Hard-Enduro-WM steht vor dem Kollaps: Die Top-Fahrer der Szene – darunter Gomez, Lettenbichler, Roman und Bolt – erklären über die WERA, dass sie 2026 nur maximal sechs Rennen bestreiten werden.

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Die FIM Hard Enduro World Championship (HEWC) wollte 2026 mit neun Runden über drei Kontinente glänzen – doch die Stars des Sports ziehen die Reißleine. Die World Enduro Riders Association (WERA), angeführt von Präsident Alfredo Gomez und den Spitzenfahrern Manuel Lettenbichler, Mario Roman und Billy Bolt, hat klargemacht: Ohne echte Hilfe vom Promoter ProTouchGlobal (Ross Whitehead) bei den explodierenden Kosten für Reisen, Logistik und Nenngelder ist die Meisterschaft mit 9 Rennen über mehrere Kontinente für die Profis und Werksmannschaften nicht machbar.

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Die Begründung ist so nüchtern wie vernichtend: Die Branche kämpft seit Jahren mit schrumpfenden Budgets – bei Teams, Herstellern und Amateuren gleichermaßen. Die Logistik über Kontinente hinweg (USA, Afrika, Europa) frisst Unsummen, und die Saison 2025 hat gezeigt, wie sehr das alle Beteiligten überfordert. Hinzu kommen die unvermeidlichen «Big Two» außerhalb der HEWC: Red Bull Erzbergrodeo und Red Bull Romaniacs, die fast alle Top-Fahrer absolvieren müssen. Die WERA plädiert seit Monaten für maximal sechs HEWC-Rennen plus diese zwei Klassiker – ein 6+2-Modell, das realistisch und nachhaltig sein soll.

Trotz persönlicher Gespräche bei Hixpania und GetzenRodeo im Herbst 2025 (wo Whitehead angeblich sehr offen für Kooperation war) und sofortiger Kontaktaufnahme nach der Kalender-Veröffentlichung im Dezember ignorierte ProTouchGlobal die Warnungen. Der Rückruf kam erst einen Monat später. Finanzielle Hilfen? Fehlanzeige.

Das Resultat: WERA-Fahrer und -Hersteller boykottieren drei der neun Runden komplett:

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  • Extreme XL Lagares (Portugal) – zu abgelegen, Prolog weit entfernt

  • Roof of Africa (Lesotho) – horrende Logistik, katastrophale Organisation

  • Sea to Sky (Türkei) – teure Anreise plus Nenngelder, zu kurze Vorbereitungszeit bis Hixpania

  • Forza Orza (Schweden) – Kollision mit Tennessee Knockout, Datum ändern oder werglassen

Übrig bleiben nur sechs machbare HEWC-Events: Alestrem, Silver Kings, Abestone, Wild Woods Extreme, Hixpania und (bei Datumsanpassung) Forza Orza.

Fazit: Ohne die Elite-Fahrer verliert die HEWC ihren Status als echte Weltmeisterschaft. Die Serie mutiert zu einem Zweitliga-Format, das weder Titelwert noch Prestige hat. WERA betont zwar Kooperationsbereitschaft – aber nur, wenn ProTouchGlobal endlich die Kosten mitträgt. Bis dahin ist klar: Die Zukunft des Hard Enduro liegt nicht bei einer überambitionierten, Fahrer-unfreundlichen WM, sondern bei einer realistischen, fahrergetriebenen Agenda.

WERA-Präsident Alfredo Gomez: «Wir wollen den Sport schützen und wachsen lassen – aber nicht auf Kosten aller Aktiven.»

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Der Ball liegt jetzt bei ProTouchGlobal und der FIM. Ignorieren sie die Stimmen der Besten weiter, könnte 2026 das Jahr werden, in dem die offizielle Weltmeisterschaft im Hard Enduro endgültig an Relevanz verliert.

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