Sebastian Vettel (Ferrari): «Langsam stinkt’s mir»

Von Mathias Brunner
Formel 1
Sebastian Vettel

Sebastian Vettel

​Ferrari-Fahrer Sebastian Vettel nach dem Grand Prix der USA in Austin (Texas): «Langsam stinkt’s mir, wenn ich immer Aufholjagden zeigen muss.» Die WM-Chance gegen Hamilton ist so gut wie vertan.

Der fünfte Titel von Lewis Hamilton ist nur noch eine Formsache. Der Rückstand von Sebastian Vettel auf seinen englischen Gegner ist noch grösser geworden – Hamilton in Texas Dritter, Vettel Vierter, nach Kollision mit Ricciardo in der ersten Runde. Seb griente: «Langsam stinkt’s mir, wenn ich immer Aufholjagden machen muss.» Hamilton ist bis auf 70 Punkte davongeeilt. Kein Mensch glaubt ernsthaft, dass er Engländer in den letzten drei Rennen des Jahres nur noch vier Punkte holt und Vettel gleichzeitig drei Mal gewinnt. Das wäre selbst für die Formel 1 ein wenig verrückt.

Vettel zu seinem Austin-GP: «Das war für mich unnötig aufregend. Wenn der Wurm drin ist, dann ist er drin – das war jetzt das dritte Mal, dass ich der Fahrer bin, der sich nach einer Kollision wegdreht, nach einer Kollision, bei der die beiden Piloten Seite an Seite liegen. Ich hatte Ricciardo schon gepackt, dann aber rutschte ich geradeaus, auf einmal lag Daniel wieder neben mir, ich wollte noch eine engere Linie fahren, aber das ging nicht, die Berührung war unvermeidlich. Er hat mich wohl nicht gesehen.»

«Ja, ich bin auch auf mich selber sauer, die ganze Aktion war nicht nötig. Ich habe noch nicht mit Daniel sprechen können, aber mir wurde zugetragen, dass er mich nicht gesehen hane. Das passt alles zu den Vorkommnissen der letzten Rennen. Mein Fazit: Wir hätten in Texas mehr aus den Schwächen der Mercedes machen müssen.»

«Ich würde nicht behaupten: Ich habe gegen Ricciardo das Rennen verloren. Du gewinnst keinen Grand Prix in einer Kurve. Aber wir hatten den Speed, um zu siegen, das hat Kimi bewiesen.»

«Klar kann man sagen: Es ist gut, dass wir zum früheren Speed zurückgefunden haben. Aber es ist noch nicht klar, wieso wir zwischendurch den Speed verloren haben. Das haben wir viele Hausaufgaben.»

«Wir haben kein fundamentales Problem. Aber wir müssen verstehen, wieso uns zwischendurch die Konkurrenzfähigkeit verloren gegangen ist. Gegen einige Vorkommnisse war ich machtlos. Zu meinen Fehlern stehe ich. Letztlich waren wir nicht konstant gut genug, um diesen Titel zu holen, auch wenn die Chance mathematisch noch vorhanden ist. Wir werden 2019 stärker zurückkommen.»

«In wenigen Tagen fahren wir in Mexiko. Das Rennen hat wegen der Meereshöhe seine Eigenheiten. Ich kann mir vorstellen, dass Red Bull Racing dort mitmischen wird.»

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