Montoya «schockiert» über Ferrari-Strategie: «Nicht schon wieder!»
Wieder Diskussionen über die Ferrari-Strategie! TV-Experte Juan Pablo Montoya war in Melbourne «überrascht, aber irgendwie auch nicht» über den ausbleibenden Boxenstopp der Scuderia.
Die Formel-1-Autos sind in dieser Saison komplett neu, alles sieht anders aus, klingt anders und diese Sache mit dem Energiemanagement ist ungewohnt für alle Beteiligten. Nicht jeder ist glücklich mit den rasanten Neuerungen. Freunde der Beständigkeit im Motorsport können sich aber zumindest an einer Konstante in dieser wankelhaften Welt festklammern: Nach einem Formel-1-Rennen gibt es Kritik an der Boxenstopp-Strategie von Ferrari. Lauter Kritiker diesmal: Ex-Pilot Juan Pablo Montoya (7 Siege).
Was war los? In der Frühphase des Australien-GP gab es gleich zwei Phasen mit einem virtuellen Safety-Car, in denen ein Reifenwechsel weniger Zeit kostete als unter normalen Rennbedingungen. Die meisten Teams nutzten diese Gelegenheit, holten ein Auto oder sogar beide zum Stopp, um frische Reifen aufzuziehen. Ferrari blieb allerdings draußen, schwamm gegen den Strom. Und verfuhr so den Sieg?
Montoya: Nicht mal mehr überrascht von Ferrari-Strategie
Der frühere F1-Pilot Juan Pablo Montoya sagte bei F1TV, wo er zum Expertenteam gehört: «Ich bin überrascht von Ferrari und ihrer Strategie, aber irgendwie auch nicht. Ich war eher schockiert. Man hätte zumindest die Autos splitten sollen.» Also zumindest ein Auto zum Boxenstopp holen.
Beim ersten VSC blieb Ferrari konsequent draußen, Scuderia-Pilot Lewis Hamilton merkte per Funk an, man könne einen Stopp erwägen. Beim zweiten VSC war das Boxenstoppfenster kurz, weil Valtteri Bottas seinen fahrunfähigen Cadillac nahe der Boxengasseneinfahrt abstellte und daher die Einfahrt in die Pitlane gesperrt wurde. Wieder kein Stopp für Ferrari.
Montoya: «Nicht schon wieder! Warum?»
Montoya: «Wir haben uns letztes Jahr immer beschwert, dass Ferrari nicht aggressiv genug war und immer mit der Strategie danebenlag. Und meiner Meinung nach haben sie das wieder getan. Vielleicht hatten sie nicht das Auto für den Sieg, aber sie haben mit Mercedes gekämpft, den Start sehr gut absolviert. Charles (Leclerc, Anm.) hat fantastische Arbeit geleistet, indem er immer wieder an George (Russell, Anm.) rankam. Und dann kommt das VSC und es ist, als wären alle außer Ferrari in der Box gewesen. Es ist so: Nicht schon wieder! Warum? Wir haben zehn schlaue Teams und ein Team verpasst die Gelegenheit und sie denken, alle liegen falsch.»
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach