Formel 1

Rosberg und Massa: So war Schumacher als Teamkollege

Von - 24.10.2018 18:00

Nico Rosberg und Felipe Massa wissen, wie es ist, Teamkollege von Michael Schumacher zu sein. Im Podcast von Rosberg sprechen sie über interessante Erfahrungen.

Nico Rosberg und Felipe Massa haben Michael Schumacher als Teamkollegen erlebt. Wenn auch in unterschiedlichen Phasen der Karriere des siebenmaligen Weltmeisters. Massa fuhr 2006, im letzten Jahr von Schumachers ersten Karriere, bei Ferrari an der Seite des Rekordchampions.

In Rosbergs Podcast «Beyond the Grid» erinnert sich der Brasilianer an eine ebenso intensive wie lehrreiche Zeit. «Ich war jung, es war mein erstes Jahr bei Ferrari, und er war eine Art Lehrmeister für mich. Ich war immer ein großer Fan, und plötzlich war ich Teamkollege. Es war eine unglaubliche Erfahrung. Ich habe viel gelernt. Ich habe mir alles angeschaut, ihn ausgefragt, sogar zu viel gefragt. Er war sehr nett zu mir. Was aber auch daran lag, dass ich meistens nicht schneller war als er. Aber es war ganz klar: Ferrari war sein Team», erinnert sich Massa.

Sowohl Rosberg als auch Massa betonen Schumachers Verhältnis zum Team. Wie er sich um seine Mannschaft gekümmert hat, mit ihnen zusammenarbeitete, es auf seine Seite zog, es einschwörte. Massa: «Es war unglaublich, wie viel er mit dem Team gesprochen hat, auch während eines Rennens, um auch alles zu verstehen.»

«Er hat sich so viel Respekt verdient, von jedem. Dass er sich um jeden auch gekümmert hat, war eine seiner großen Stärken. Seine Hingabe war unglaublich. Für mich war es eine augenöffnende Erfahrung», sagte Rosberg.

Wenn auch eine zu einem späten Zeitpunkt. Bei Mercedes hatte Schumacher von 2010 bis 2012 sein Comeback gefeiert. So dominant wie vorher war er nicht mehr, die Duelle mit Rosberg gingen in den drei Saisons jeweils an den jüngeren Rivalen.

Rosberg: «Ich habe ihn weniger als Mentor, sondern eher als extremen Rivalen gesehen. Das brachte eine andere Dynamik. Es war aber sein Comeback, er war nicht mehr in seiner Hochzeit. Aber man hat es immer noch gesehen, wenn er gute Tage hatte. Da war er immer noch phänomenal, aber eben nicht mehr konstant», sagte Rosberg.

Der Weltmeister von 2016 erinnert sich daran, wie schwierig es trotzdem war, Schumachers Teamkollege zu sein. «Im Kopf war er ein Krieger. Mental war es gegen ihn eine unfassbare Herausforderung. Er versuchte immer, in meinen Kopf zu gelangen«, sagte Rosberg: «Es gibt einen Grund, warum er siebenmaliger Weltmeister ist. Sein Ansatz war phänomenal.»

Aber auch im Team war es nicht einfach, so Rosberg: «Bei Strategie-Meetings vor dem Rennen haben sie mich gar nicht angeschaut. Da war nur Michael. Selbst, wenn es um meine Strategie ging, haben alle nur zu ihm geschaut», sagte er. Rosberg sprach das Problem an, und es wurde auch besser. Trotzdem: «Im Team war er wie Gott. Wenn er den Raum betrat, hörte jeder auf zu arbeiten.»

Massa stimmt zu: «Michael ist eine starke Persönlichkeit. Ich habe versucht, ihn als Lehrer zu nutzen. Wir hatten eine enge Beziehung. Und ich habe sehr viel gelernt von ihm. Er ist ein Vorbild für jeden Fahrer.»


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