Fernando Alonso sarkastisch: «Das wird ein Genuss»

Von Andreas Reiners
Formel 1
Fernando Alonso

Fernando Alonso

Für Fernando Alonso hält seine letzte Saison in der Formel 1 doch noch einige Tiefpunkte bereit. Der Spanier weiß, dass er in seinem McLaren eine Menge Glück benötigt, um in die Punkte zu kommen.

In den vergangenen acht Rennen gelang ihm das ein einziges Mal, in Singapur. In Brasilien war er mal wieder weit weg von der Musik. Mehr noch: Er wurde als 17. und damit Vorletzter gewertet. Dabei verlor er auch das interne Teamduell mit Stoffel Vandoorne. Bestraft wurde er auch noch.

Sagen wollte er zu dem Rennen eigentlich «nichts». Denn: «Das ist alles längst zur Normalität geworden.» Da brachte auch das Strategie-Risiko nichts.

Die Ironie: Der frühe Stopp auf Medium-Reifen ging dann auch noch komplett in die Hose. Alonso musste noch einmal kurz zurückgeschoben werden, damit die Reifen richtig montiert werden konnten.

Man hörte, wie sein Hals dicker wurde. Zum Zeitpunkt des Stopps wurde er gefragt, wie die Balance des Auto denn sei, und Alonso fauchte zurück: «Ich habe keine Ahnung.» Also Alonsos Renningenieur weiter redete, maulte er: «Bis zum Ende des Rennens kein Funk mehr!»

Nach dem Rennen zeigte er sich ein wenig versöhnlicher. Auch wenn oben dreauf auch noch eine Fünf-Sekunden-Strafe kam, weil er blaue Flaggen als Überrundeter zu lange missachtete. «Wir haben gepokert. Der Stopp war nicht gut, aber es hat uns das ganze Wochenende das nötige Tempo für WM-Punkte gefehlt. Egal was wir getan hätten, wir hätten es nicht in die Top 10 geschafft. Punkte waren unerreichbar», sagte Alonso.

In Abu Dhabi folgt nun sein Abschied aus der Königsklasse, Alonso wird sein vorerst letztes Rennen fahren. Die Vorfreude hält sich aus sportlicher Sicht ein bisschen in Grenzen. «Das wird ein Genuss in vollen Zügen. Wir wissen bereits, wo wir landen werden. Erst kommen Mercedes, Red Bull und Ferrari, dann Haas und Force India, die die Top 10 auffüllen. Dann Renault und wohl Toro Rosso, McLaren und Williams als Mittelfeld.»

Er stellt aber klar: «Um Ergebnisse geht es für mich sowieso nicht. Es ist das Emotionale an Abu Dhabi, worauf ich mich freue.»


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