Toto Wolff über Niki Lauda: «Es war ein Schock»

Von Mathias Brunner
Formel 1
Toto Wolff und Niki Lauda 2018 in Bahrain

Toto Wolff und Niki Lauda 2018 in Bahrain

​Mercedes-Teamchef Toto Wolff freut sich auf die Rückkehr Niki Laudas, nachdem sich die österreichische GP-Legende einer Lungentransplantation unterziehen musste. «Ich habe ihn vermisst.»

Diese Nachricht ging um die Welt: Rennlegende Niki Lauda im Krankenhaus – Lebensgefahr! Der Wiener erhielt Anfang August 2018 eine neue Lunge und ist zum Glück auf dem Wege der Besserung. Auch Toto Wolff ist erleichtert. In seinem Rückblick auf die Saison 2018 sagt der 46jährige Mercedes-Teamchef: «Wir sind so etwas wie Komplizen, und ich habe ihn in der zweiten Saisonhälfte sehr vermisst.»

Der dreifache Formel-1-Weltmeister Niki Lauda erholt sich zuhause von seiner Lungen-Op. Anfang August wurde dem 69jährigen Formel-1-Weltmeister eine neue Lunge eingesetzt, nachdem sich Lauda in schlechtem Zustand ins Spital begeben hatte. Über «Eurotransplant» wurde glücklicherweise am Mittwochabend, 1. August in Deutschland ein passendes Spender-Organ gefunden und unverzüglich nach Wien geflogen. Der sechsstündige Eingriff verlief ohne Komplikationen. Die Lunge funktioniert einwandfrei, aber der 25fache GP-Sieger hat viel Kraft verloren und befindet sich im Aufbautraining.

Mercedes-Teamchef Toto Wolff blickte im Sommer auf die Ereignisse so zurück: «In Silverstone hatte mich Niki dazu eingeladen, mit ihm ein paar Tage auf Ibiza zu verbringen. Dort hat sich ein Husten, an dem er seit längerem litt, akut verschlechtert. Nach zwei Tagen hat er mich gebeten, mit ihm nach Wien zurückzufliegen. Kaum gelandet, haben wir uns umgehend ins Krankenhaus begeben. Dort haben die Ärzte gesagt – es war höchste Eisenbahn!»

Nun fügt Wolff in seinem Saisonrückblick hinzu: «Ich habe keinen Zweifel darüber, dass Niki an die Rennstrecke zurückkehrt. Im vergangenen GP-Jahr ging es auf und ab, dazu mussten wir den Schock wegen Niki verdauen. Was zunächst harmlos wirkte, entwickelte sich dramatisch. Am Ende zählte jede Minute.»

«Wir führen dieses Team nun seit fünf Jahren gemeinsam, als Komplizen gewissermassen. Er hat mir in der zweiten Saisonhälfte sehr gefehlt, als Freund, als Sparrings-Partner. Ich freue mich auf das kommende Jahr, wenn wir wieder Seite an Seite arbeiten können.»

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