Formel-1-CEO Chase Carey reagiert gelassen auf die jüngste Kritik einiger Grand-Prix-Organisatoren und verspricht, dass die geplanten GP-Projekte nicht auf Kosten bestehender Rennen gehen.
Seit 26. Januar laufen auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya die Formel-1-Wintertests. Fans auf den Tribünen? Pustekuchen. Medien entlang der Bahn? Unerwünscht. Die Formel 1 spielt Verstecken. Wieso?
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15 GP-Promoter äusserten unlängst ihre Sorge um die Zukunft der Königsklasse: In einem offenen Brief an die Formel-1-Verantwortlichen wurden speziell der Trend, die Rennen in immer mehr Ländern exklusiv im PayTV zu übertragen, der Mangel an Unternehmungsgeist und der fehlende Wille, die Promoter in die Gestaltung der Zukunft des Sports einzubinden sowie die Sorge, neue GP-Projekte würden zum Nachteil bestehender Veranstaltungen in den WM-Kalender aufgenommen, angesprochen.
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Es dauerte aber auch nicht lange, bis sich die ersten GP-Veranstalter vom Schreiben, das für viele Schlagzeilen sorgte, distanzierten. Sowohl aus Mexiko als auch aus Russland gab es offizielle Statements, in denen noch einmal betont wurde, wie gut die Zusammenarbeit mit den Formel-1-Entscheidungsträgern laufe. Auch in Baku, wo der Vertrag für die GP-Ausrichtung bis 2023 verlängert wurde, gab es viel Lob für Chase Carey und Co. Der F1-CEO selbst bleibt gelassen. In einem ESPN-Interview stellte er klar: "Natürlich werden wir die neuen Formel-1-Strecken nicht auf Kosten der bestehenden Rennen in den Kalender aufnehmen. Fakt ist, dass wir die Verträge mit den Rennveranstaltern seit unserer Machtübernahme erneuert haben. Das einzige Rennen, das aus dem WM-Kalender gekippt wurde, war Malaysia, und das geschah einvernehmlich."
Der Amerikaner betonte aber auch gleich: "Wir wollen langfristige Partnerschaften abschliessen und ich bin mir sicher, dass es wichtig ist, neue Energie in das Ganze zu bringen. Wir brauchen einen frischen Wind. Vietnam ist ein neues Rennen, das grossartig wird, wenn man sich die weltweiten Reaktionen der Fans anschaut."
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"Es gibt Märkte, die wir erschliessen wollen, und solche, in denen wir unsere Präsenz verstärken wollen. In Amerika sind wir in Texas präsent, aber wir denken, dass es mehr Möglichkeiten gibt, dort zu wachsen. Wir schätzen unsere aktuellen Partner und die meisten Verträge sind auch langfristig, deshalb erwarte ich auch, dass die meisten davon weiterlaufen werden. Aber es ist auch wichtig, die Chance zu nutzen, wenn sich die Möglichkeit ergibt, ein neues, aufregendes Rennen auf die Beine zu stellen."
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Fünf der aktuellen F1-Ausrichtungsverträge laufen Ende 2019 aus: Silverstone, Monza, Barcelona, Hockenheim und Mexiko. Und Carey will mit Blick auf die komplizierten Verhandlungen auch nichts versprechen. "Es stehen einige sehr eifrige Interessenten vor unserer Tür, die scharf darauf sind, in den WM-Kalender zu kommen und die Anzahl an möglichen Veranstaltungen ist beschränkt", warnt der Business-Profi seine Verhandlungspartner.
Formel 1 2019 Team-Präsentationen, Roll-out, Filmtage 11. Februar: Toro Rosso (online) 12. Februar: Renault (Enstone) 13. Februar: Force India (Toronto), Look 13. Februar: Mercedes-Benz (Silverstone) 13. Februar: Red Bull Racing 14. Februar: Sauber (Fiorano), Roll-out 14. Februar: McLaren (Woking) 15. Februar: Ferrari (Maranello, online) 15. Februar: Haas (Barcelona), Roll-out 17. Februar: Ferrari (Barcelona), Filmtag 18. Februar: Sauber (Barcelona)
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Wintertestfahrten 18. bis 21. Februar: Wintertest 1, Barcelona 26. Februar bis 1. März: Wintertest 2, Barcelona Saison 2019 17. März: Australien, Melbourne 31. März: Bahrain, Sakhir 14. April: China, Shanghai 28. April: Aserbaidschan, Baku 12. Mai: Spanien, Barcelona 26. Mai: Monaco, Monte Carlo 9. Juni: Kanada, Montreal 23. Juni: Frankreich, Le Castellet 30. Juni: Österreich, Spielberg 14. Juli: Grossbritannien, Silverstone 28. Juli: Deutschland, Hockenheim 4. August: Ungarn, Budapest 1. September: Belgien, Francorchamps 8. September: Italien, Monza 22. September: Singapur, Singapur 29. September: Russland, Sotschi 13. Oktober: Japan, Suzuka 27. Oktober: Mexiko, Mexiko-Stadt 3. November: USA, Austin 17. November: Brasilien, São Paulo 1. Dezember: Abu Dhabi, Yas Marina
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