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Maurizio Arrivabene: «Ferrari braucht Unterstützung»
​Im Januar 2019 hat Ferrari Teamchef Maurizio Arrivabene die Tür gezeigt. Sein Nachfolger heisst Mattia Binotto. Anschliessend verfiel der 62jährige Arrivabene in tiefes Schweigen über Ferrari – bis jetzt.
Formel 1
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Von 2014 bis Ende 2018 hat Maurizio Arrivabene die Geschicke des Formel-1-Rennstalls von Ferrari geleitet. Dann hat der 62-Jährige aus Brescia keinen Vertrag mehr erhalten. Ferrari-Präsident John Elkann hat ihn durch Technikchef Mattia Binotto ersetzt. Was war passiert?
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Angeblich habe Fiat/Chrysler- und Ferrari-Präsident John Elkann während der Feiertage zu Weihnachten und Neujahr 2018 beschlossen, dass die Rennabteilung von Ferrari eine andere Führung benötige. Arrivabenes Nachfolger Mattia Binotto spielt seither eine heikle Doppelrolle – Teamchef und Technikleiter. Seit längerem war von einem Machtkampf die Rede, den scheint Binotto letztlich gewonnen zu haben. Als letztes Druckmittel habe der in Lausanne geborene Italiener Offerten anderer Teams benutzt. Unter dem Motto: Werde ich nicht befördert, dann bin ich weg. Mercedes hat dementiert, Binotto einen Job angeboten zu haben, von Renault gab zu einer solchen Offerte kein Dementi ab, aber auch keine Bestätigung. Sebastian Vettel hat 2018 wie im Jahr zuvor das Titelrennen gegen Lewis Hamilton und Mercedes verloren. Besonders bitter – Ferrari schien zu Saisonbeginn und bis in den Sommer hinein das bessere Fahrzeug zu besitzen. Fahrfehler von Sebastian Vettel, Strategiepatzer von Ferrari, vor allem jedoch eine effizientere Entwicklung bei Mercedes-Benz führten dazu, dass die Silberpfeile ab Sommer mehr Erfolg hatten, die Italiener erneut unterlagen und nun seit 2007 (Kimi Räikkönen) ohne Fahrer-WM-Titel sind. Aber das verlorene Titelrennen allein war es wohl nicht. Auch der Führungsstil von Arrivabene stand wohl auf den Prüfstand. Es ist davon die Rede, dass er zu viel alleine entscheiden wollte, das habe bei seinen Mitarbeitern zu Murren geführt. Er habe Mitarbeiter eingeschüchtert, worüber keiner öffentlich spricht und folglich als Hörensagen eingestuft werden muss. Er führte hingegen eine Nullinformations-Politik auf dem Rennplatz, wofür es reichlich Beweise gibt. Er war der einzige Teamchef, der über FIA-Medienrunden und einige kurze TV-Interviews hinaus für Berichterstatter nicht weiter zugänglich war. Keine besonders weise Vorgehensweise, wenn man am Ruder des berühmtesten Rennstalls der Welt steht. Seit dem Führungswechsel spricht ein Ferrari-Teamchef wieder: Mattia Binotto stellt sich in dieser sieglosen Phase der Roten mutig allen Fragen. Arrivabene hingegen hat seit dem Winter zum Thema Ferrari geschwiegen – bis jetzt. Anfang Woche hat eine Medienkonferenz zur 37. Neuauflage des Strassenrennens Mille Miglia stattgefunden. Arrivabene sitzt im Verwaltungsrat dieser Veranstaltung, die heute 15. Mai begonnen hat und bis 18. Mai dauert. In vier Etappen wird traditionsgemäss von Brescia über Rom wieder nach Brescia gefahren, also in die Heimatstadt von Maurizio Arrivabene. Im Rahmen obiger Medienkonferenz hat Arrivabene erstmals über die Situation von Ferrari gesprochen. Der italienischen Sky sagt er: "Ich bin weiter Teil der Ferrari-Familie, einer Firma, für die ich vier Jahre lang gearbeitet habe und die mir viel gegeben hat." "Ich habe mich damals für Ferrari mit allem eingesetzt, was ich hatte. In schwierigen Zeiten habe ich absichtlich geschwiegen, so wie ich das noch immer mache. Wenn ich über Ferrari rede, dann nur, um allen Fans zu sagen: Ferrari braucht eure ganze Unterstützung. Es ist einfach, für Sieger zu jubeln. Es ist schwieriger, ein Team in schwierigen Momenten zu unterstützen. Also sage ich: ‚Auf geht’s, Jungs!’ Im Herzen und im Kopf bin ich bei euch, und ich würde mir wünschen, dass eure Anhänger da auch so machen. Diese Weltmeisterschaft dauert noch lange." Alle Ferrari-Teamchefs
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2019: Mattia Binotto
2014–2018: Maurizio Arrivabene
2014: Marco Mattiacci 2007–2014: Stefano Domenicali
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1993–2007: Jean Todt 1992/1993: Sante Ghedini 1991: Claudio Lombardi 1989–1991: Cesare Fiorio
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1978–1988: Marco Piccinini 1977: Robert Nosetto 1976: Daniele Audetto 1976: Guido Rosani
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1974/1975: Luca Montezemolo 1973: Sandro Colombo 1971/1972: Peter Schetty 1968–1970: Franco Gozzi
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1967: Franco Lini 1962–1966: Eugenio Dragoni 1958–1961: Romolo Tavoni 1957: Mino Amorotti
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1956: Eraldo Sculati 1952–1955: Nello Ugolini 1947–1951: Federico Giberti 1935–1940: Nello Ugolini
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1934: Federico Giberti 1932/1933: Mario Lolli 1930/1931: Saracco Ferrari
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