Sebastian Vettel (Ferrari): «Ich dachte, ich gewinne»

Von Mathias Brunner
Formel 1
Sebastian Vettel

Sebastian Vettel

​Sebastian Vettel macht sich in Monaco keine Illusionen: «Wir haben heute ein Geschenk erhalten.» Die Strafe für Verstappen und das Pech von Bottas spülten den Ferrari-Star auf Rang 2 hinter Lewis Hamilton.

Platz 2 für Sebastian Vettel beim Grossen Preis von Monaco, das ist das beste Ergebnis des Heppenheimers seit dem WM-Finale 2018 in Abu Dhabi, damals wurde Vettel ebenfalls Zweiter hinter Lewis Hamilton. Aber Sebastian macht sich keine Illusionen: Wenn in diesem Rennen alles normal gelaufen wäre, dann hätte für ihn wie im Abschlusstraining bestenfalls Platz 4 herausgeschaut. Die Fünfsekunden-Strafe für Max Verstappen (beim Boxenstopp in den Weg von Bottas geschickt, dann gegen den Finnen gehalten) sowie der platte Reifen am Wagen von Bottas schubsten Vettel um zwei Ränge nach oben.

Sebastian Vettel: «Ich freue mich fürs Team, dass es heute einen Podestplatz gegeben hat. Aber wir müssen uns auch darüber im Klaren sein, dass wir ein Geschenk erhalten haben. Mit dem zweiten Rang konnten wir nicht rechnen. Es war kein einfaches Rennen, in dem wir jedoch von den Fehlern der Anderen profitiert haben. Zum Schluss hätte ich gerne mehr Druck gemacht, da sich an der Spitze Lewis mit seinen Vorderreifen sehr schwergetan hat, und auch Max kämpfte mit körnenden Walzen. Die letzten Runden konnte ich nicht mitgehen, weil meine Reifen nicht zu heiss waren, sondern ganz im Gegenteil zu kalt.»

«Eigentlich wollte ich Lewis und Max in einen Fehler hetzen, und einen Moment lang glaubte ich sogar, dass dies klappt, als Verstappen den führenden Hamilton angestubst hat. Mir schoss durch den Kopf: ‘Vielleicht habe ich Glück und ich gewinn das Ding noch!’ Es war für mich schwer zu erkennen, wie stark die Berührung gewesen war.»

«Aber Lewis hat sich keinen Fehler geleistet und das bis zum Schluss sehr gut gemacht. Als ich die Attacke von Max sah, dachte ich – ich bin nicht sicher, ob das so klappen wird. Ich wusste aber auch, dass Verstappen alles versuchen würde, um vielleicht noch einen Weg vorbei an Lewis zu finden.»

Wie kritisch waren die Bordtemperaturen bei Vettel? Wurde er nicht angewiesen, sich im Rennen zeitweise zurückfallen zu lassen, damit Motor und Bremsen genügend Kühlluft erhalten? Seb meint: «Wenn du einem Gegner dichtauf folgst, dann wird alles zu heiss, stimmt schon, aber wir hatten das unter Kontrolle.»

«Wir wissen, dass wir sehr viel Arbeit haben. Nun kommt Kanada, dass könnte für uns eine etwas günstigere Piste sein als der langsame Monaco-Kurs. Mercedes gibt weiter den Ton dran. Ich kann nicht versprechen, dass wir das von heute auf morgen ändern. Aber wir arbeiten sehr hart daran. Was heute gut war – wir sind drangeblieben und konnten profitieren, als sich eine Chance eröffnet hat. Wenn du in Monaco als Vierter losfährst, dann rechnest du nicht unbedingt mit einem zweiten Platz. Aber wir wollen natürlich aus eigenem Speed vordringen.»

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