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Motoren-Trick Mercedes und Red Bull-Ford: FIA sucht verzweifelt eine Lösung

Während die neuen Formel-1-Rennwagen bald auf den Bahrain International Circuit ausrücken, schwelt weiter Unmut zwischen den Teams in Sachen Motoren. Nikolas Tombazis (FIA) sucht eine Lösung.

Formel 1

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Wie weiter im Streit um die Formel-1-Motoren? Zur Erinnerung: Die Konkurrenz von Mercedes und Red Bull Powertrains/Ford ist wütend, weil diese zwei Triebwerkshersteller einen cleveren Weg gefunden haben, mehr Leistung aus dem Motor zu kitzeln, ohne jedoch das Reglement zu verletzen.

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Dieser Motorentrick funktioniert so: Das Verdichtungsverhältnis des Motors wird von den Regelhütern der FIA statisch und bei Umgebungstemperatur gemessen, es liegt 2026 bei 16:1. Der Knackpunkt – Mercedes und RBPT/Ford profitieren von der Wärmeausdehnung im Betrieb des Motors, um eine höhere Verdichtung zu erreichen (18:1). Und das ergäbe Vorteile in Sachen Leistung und Effizienz. Die Rede ist von einem Plus von 15 bis 20 PS oder (je nach Art Rennstrecke) 0,2 bis 0,3 Sekunden pro Runde oder 15 bis 20 Sekunden auf eine Renndistanz.

Ferrari, Honda und Audi haben sich bei den Regelhütern der FIA dafür starkgemacht, sich das genauer anzusehen. Aber bei dieser ersten Krisensitzung kam heraus, dass es aus Sicht des Reglements wohl keinen Ansatzpunkt gibt, einen möglichen sehr cleveren Kniff von Mercedes und RBPT zu unterbinden.

Das bedeutet jedoch nicht, dass der Autosport-Weltverband untätig bleibt. Die FIA hat auf dem eigenen YouTube-Kanal ein Interview veröffentlicht, in dem Technikchef Nikolas Tombazis zur Kontroverse Stellung bezieht.

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Der Grieche holt aus: «Wir wollten, dass die neuen Motorenhersteller (also Audi und Red Bull Powertrains-Ford, M.B.) auf einem fairen Niveau mitkämpfen können. Sonst hätte die Gefahr bestanden, dass sie gleich mit einem Rückstand gestartet wären. Unter dem Budgetdeckel wäre es sehr schwer geworden, diesen Rückstand wieder aufzuholen. Die Herausforderung ist ohnehin schon gross genug. Deshalb wollten wir in bestimmten Bereichen eine Vereinfachung und auch gleichzeitig eine Kostenreduzierung anstreben.»

«Wir wollen keinen Streit»

«Einige Hersteller haben offenbar Möglichkeiten gefunden, die Verdichtung zu steigern, wenn sich der Motor erhitzt. Wir haben intern viel darüber diskutiert, wie wir das nun regeln wollen. Ich habe die Absicht, dass wir bis zum Start in Melbourne eine Lösung finden. Wir wollen keinen Streit. Aber wir wollen natürlich auch, dass der Wettkampf auf der Strecke ausgetragen wird und nicht vor Gericht oder dem Raum der Stewards.»

«Natürlich ist es aus Sicht der FIA immer der Wunsch, dass alles eindeutig geregelt wird. Aber wenn sich die Regeln so stark ändern, gibt es halt immer Punkte, die man so nicht vorhersehen kann. Die Teams beschäftigen tausende Ingenieure. Da ist es klar, dass sie manchmal etwas finden, das bei uns keiner auf dem Radar hatte.»

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«Keine WM der cleversten Regel-Auslegung»

«Wir wollen eine Meisterschaft als Wettkampf zwischen den besten Fahrern, den besten Ingenieuren und den besten Teams kommt. Wir wollen keine Meisterschaft der cleversten Regel-Auslegung.»

Die FIA steht vor einer kniffligen Aufgabe: Mercedes und Red Bull Powertrains/Ford haben viel Geld investiert, um das Reglement geschickt auszulegen. Sie rüsten sechs Teams aus. Eine intelligente Nutzung einer Regellücke sollte nicht bestraft werden. Allerdings will der Autosport-Weltverband auch nicht, dass die Konkurrenz ein Jahr lang hinterherfährt. Eine echte Zwickmühle für die FIA.

Tombazis sagt im Video nicht, wo der Verband den Hebel ansetzen will.

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