Adrian Newey (Aston Martin-Honda) warnt vor Saison 2026: «Das weiss keiner»
Die Formel 1 tritt in eine neue Ära, mit andersartigen Rennwagen und geänderten Hybrid-Motoren. Adrian Newey, Technikdirektor und Teamchef von Aston Martin, gibt zu: Das ist eine Reise ins Unbekannte.
Viele Fans und Fachleute sind sich einig: Adrian Newey, der beste Rennwagen-Designer der vergangenen 30 Jahre, ist auch der beste Mann, wenn eine neue Rennwagengeneration ansteht, so wie jetzt.
Die Autos sind kompakter geworden und leichter, sie werden in den Kurven nicht so schnell sein wie in den letzten Jahren, dafür auf den Graden schneller, der Anteil der elektrischen Energie ist auf 50 Prozent gestiegen, die Fahrer haben im Umgang mit Energie-Gewinnung und -Abgabe sowie mit aktiver Aerodynamik ganz andere Möglichkeiten als früher bei Angriff und Verteidigung.
Wo geht die Reise in der GP-Saison 2026 hin? Der 67-jährige Newey sagt bei der Präsentation des neuen Aston Martin AMR26-Honda in Saudi-Arabien: «Wenn die Saison beginnt, dann wird nicht von Anfang an klar sein, welches Team die neuen Regeln mit der eigenen Fahrzeug-Philosophie am besten auf die Reihe bekommen hat.»
«Wir sind an einem seltenen Moment in der Formel 1. Denn erstmals wurden Motor und Chassis im gleichen Zug geändert. Und wenn ein frisches Reglement kommt, dann ist das immer eine Reise ins Unbekannte. Während das Rennauto entwickelt wird, vertieft sich das Verständnis, und das hat direkte Auswirkungen auf die Konkurrenzfähigkeit.»
«Eine Reise ins Unbekannte»
«Wir haben beim Modell AMR26 einen ganzheitlichen Ansatz versucht. Es geht nicht darum, in einem Bereich den Stein der Weisen zu finden, es geht darum, das komplette Fahrzeugpaket in Harmonie arbeiten zu lassen.»
«Wir haben die Aufmerksamkeit auf ein solides Fundament gerichtet, mit viel Entwicklungspotenzial, aus dem dann Fernando Alonso und Lance Stroll hoffentlich das Beste herausholen können.»
Wie es bei Rennfahrzeugen von Adrian Newey oft der Fall ist, kam das Auto spät auf die Testbahn: Erste Funktionsrunden lediglich am Ende des zweitletzten Tages auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya, dann nur ein Tag in Katalonien, nun stehen wir schon vor dem zweiten Wintertest, auf dem Bahrain International Circuit.
Newey gibt zu: «Wir waren auf dem letzten Drücker, das ist auch der Grund, wieso der Wagen unlackiert nach Spanien geschickt wurde. Aufgrund der sehr komprimierten Entwicklungszeit haben wir uns für eine Richtung, eine einzige Richtung, entschieden, die wir verfolgen sollten. Und genau das haben wir getan.»
«Anregend, belebend, manchmal erschöpfend»
«Der Entwicklungsprozess des diesjährigen Wagens, des ersten Fahrzeugs des Teams als Motorenpartner von Honda, war ein unglaublich komprimierter Zyklus. Insgesamt war das sehr anregend und belebend, natürlich auch manchmal erschöpfend.»
Denn als Technikdirektor und Teamchef ging es für Adrian Newey bei Aston Martin nicht nur um die Entwicklung eines neuen Rennwagens. Der Brite sagt: «Ich habe hier viele sehr talentierte Menschen vorgefunden, die jedoch nicht unbedingt optimal zusammengearbeitet haben. Auch darauf haben wir uns konzentriert.»
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