Aston Martin-Honda von Alonso und Stroll: Die Grünen haben keine Ausreden
2026 muss der Durchbruch kommen für Aston Martin in der Formel 1: 2023 und 2024 wurden die Grünen jeweils WM-Fünfter, mit dem Designer-Genie Adrian Newey als Teamchef gibt es keine Ausreden mehr.
Aston Martin-Besitzer Lawrence Stroll hat in Silverstone ein mustergültiges Rennwagenwerk errichten lassen, mit Fernando Alonso sitzt einer der komplettesten Racer aller Zeiten am Lenkrad, das 2026er Auto stammt aus der Feder von Adrian Newey und seiner Mannschaft, dem erfolgreichsten Formel-1-Designer.
Jetzt müssen endlich die ersten Früchte der ganzen Arbeit geerntet werden, denn Rang 5 in der Konstrukteurs-WM, das ist nicht mehr gut genug. 2025 sackten die Grünen sogar auf Schlussrang 7 ab (die gleiche Platzierung wie 2021 und 2022).
Aston Martin hat in der Königsklasse bisher neun Podestränge erobert, vier Mal schrammte das Team am Sieg vorbei: Sebastian Vettel wurde in Baku 2021 Zweiter, danach gelang das auch Fernando Alonso, in Monaco, Kanada und in den Niederlanden 2023.
Präsentation in Saudi-Arabien
Wegen Titelsponsor Aramco präsentierte Aston Martin am Abend des 9. Februar in Saudi-Arabien, im Kulturzentrum Ithra von Dammam, an der Ostküste von Saudi-Arabien, gleich gegenüber von Bahrain, die beiden Länder verbunden durch die Brücke King Fahd Causeway (finanziert von den Saudis).
Das Team liess es an nichts mangeln, Klänge von Komponist Hans Zimmer, eine Rede des genialen Adrian Newey (Technikdirektor und Teamchef in Personalunion), alles war angerichtet. Dann brach das Signal zusammen, Tausende enttäuschter Fans waren fassungslos, viele YouTuber, welche die Veranstaltung live mitkommentieren wollten, schwenkten nahtlos zu Hohn und Spott über. Tenor: Das fängt ja gut an. Einer witzelte: «Stroll hat schon den ersten Unfall.» Mit 17 Minuten Verspätung wurde das Video doch noch in Gang gesetzt. Schon ein wenig peinlich.
Frisches Design
Aston Martin tauchte beim ersten Wintertest in Barcelona mit Verspätung auf und mit einem schwarzen Auto. Aber dennoch war schnell klar – Newey wagt hier Lösungen, die Anderen nicht in den Sinn gekommen sind oder weil sie Lösungswege bedeuten, die sie lieber nicht beschreiten möchten. Wie etwa hintere Querlenker, die nicht am Getriebe angebracht sind, sondern an der Stütze des Heckflügels.
Klar waren der Grossteil der Fans am meisten gespannt auf die Lackierung des Rennwagens von Fernando Alonso und Lance Stroll. Und das bleibt Aston Martin beim bewährten: Der AMR26 (beim ersten Test in Spanien noch schwarz) in einer Satin-Facette von British Racing Green mit schwarz-gelben Elementen, das passt.
Aston Martin hat sich viel vorgenommen. Der kanadische Firmenchef Lawrence Stroll sagt: «Die Formel 1 belohnt die Mutigen. Und wir gehen mutig unseren Weg. Begleiten Sie uns!»
Fernando Alonso: «Endlich in einem Auto von Adrian Newey»
Der zweifache Formel-1-Champion und 32-fache GP-Sieger Fernando Alonso meint: «Das war der kürzeste F1-Winter meiner Karriere, aber ich kann es kaum erwarten, dass es endlich richtig losgeht.»
«Ich bin jahrelang gegen Autos von Adrian Newey gefahren, nun endlich sitze ich in einem seiner Rennwagen. Und dies bei diesem massiven Reglementwechsel. Das eröffnet viele Möglichkeiten.»
«Das ist ein wichtiger Moment für uns. Wie haben alle Puzzle-Teile bereit, jetzt müssen wir sie zusammensetzen. Ich habe das Gefühl, wir stehen am Anfang von etwas Bemerkenswertem.»
«Wir werden bei diesen Autos eine rasante Entwicklung erleben. Ich glaube, die zweite Saisonhälfte wird noch interessanter als die erste, denn dann bringen die ganzen Teams erhebliche Veränderungen an die Rennwagen.»
Fans von Aston Martin sehen schwarz
Dann war das Signal aus Saudi-Arabien wieder weg, Mattscheibe bei Aston Martin, noch schwärzer als der Wagen beim Barcelona-Test. Die Fans mit Galgenhumor: «Safety-Car!» verlangte einer. Ein anderer meinte: «Wer diesen Stream verantwortet, müsste Strafrunden rennen.» Und das waren noch die anständigsten Kommentare.
Dann ging es weiter, Aston Martin setzte ein paar Minuten zuvor wieder an. Was die Häme der Zuschauer nicht unbedingt verminderte.
Schliesslich bekamen die Fans den Wagen dann doch noch zu sehen. Einer von ihnen brachte das auf den Punkt: «Ich hoffe, Aston Martin ist auf der Rennstrecke besser als beim Streamen einer Präsentation.»
Endlich sprach auch Adrian Newey. Der Brite sagt: «Als der Wagen erstmals auf die Bahn kam, hatte ich Tränen in den Augen. Denn ich weiss, wie viel Arbeit da drin steckt. Nun steht er hier in der richtigen Lackierung, und wir brennen darauf, in Bahrain auf die Bahn zu gehen.»
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