Lewis Hamiltons «spiritueller Engel» Harry ist tot

Von Andreas Reiners
Formel 1
Lewis Hamilton und Harry Shaw

Lewis Hamilton und Harry Shaw

Lewis Hamilton trauert um seinen «spirituellen Engel»: Harry Shaw ist im Alter von fünf Jahren am vergangenen Samstag verstorben. Das teilte die Familie mit.

Sie schrieb auf Harrys Charity-Seite: «Harry zu verlieren bedeutet, dass unsere glückliche Familie von vier auf drei Mitglieder schrumpft. Wir verlieren unser erstgeborenes Kind, unsere zweijährige Tochter verliert ihren Bruder, an den sie sich wahrscheinlich nicht mehr erinnern wird und die weitere Familie verliert das erste Enkelkind und Neffen.»

Harry hatte vor dem Rennen in Barcelona eine Nachricht an Hamilton geschickt, die ihn tief berührte. Der Brite war am Renntag unschlüssig, unsicher, wie wohl laufen würde.

Doch dann kam ein Video des kleinen Jungen, der Hamilton Glück wünschte und sich für die Geschenke bedankte, die ihm Mercedes beziehungsweise Hamilton zukommen ließen. Denn der Junge war ein großer Fan.

«Samstag war schwierig, aber am Sonntag habe ich eine großartige Nachricht bekommen. Er wurde meine Inspiration. Harry hätte für seine Nachricht jeden andern Fahrer auswählen können. Doch er schickte sie in dieser für ihn so schwierigen Zeit an mich. Das schätze ich sehr», so Hamilton, der Harry als seinen «spirituellen Engel» bezeichnete.

Nach dem Rennen überraschte Mercedes den Jungen mit einer Nachbildung von Lewis Hamiltons Silberpfeil, der vor dem Haus der Familie aufgestellt wurde. Mit dabei waren der Original-Siegerpokal aus Spanien und die Handschuhe, die Hamilton beim Rennen in Spanien trug.

Bei Harry war im August 2018 Krebs diagnostiziert worden, eine seltene Form von Knochenkrebs («Ewing-Sarkom»). Am 29. April 2019 gaben ihm die Ärzte noch eine Woche zu leben, doch Harry kämpfte, am Ende bis zum 1. Juni.

«Harry starb in Frieden, zuhause in seinem eigenen Bett, umgeben von seinen Spielzeugen und den Menschen, die er liebte. Die Wahrheit ist aber auch, dass die vergangenen Wochen seines Lebens von schrecklichen Schmerzen geprägt waren, die kein Mensch aushalten sollte, erst recht kein Fünfjähriger.»

Auf der Seite kann gespendet werden, um die Erforschung des «Ewing-Sarkom», an dem Harry erkrankt war, zu unterstützen.

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