Mercedes-Teamchef Toto Wolff: «Leute sagten über Antonelli, er sei zu jung»
Dritte Quali des Jahres 2026, zum dritten Mal Mercedes vorne, aber in der GP-Quali von China in neuer Reihe: Kimi Antonelli vor George Russell. Das ergibt dickes Lob von Mercedes-Teamchef Toto Wolff.
Der 19-jährige Kimi Antonelli hat sich zum ersten Teenager auf einer GP-Pole gemacht: fabelhafte Darbietung auf dem Shanghai International Circuit, erste Startreihe für Mercedes, denn WM-Leader George Russell (Sieger des Australien-GP und Sieger des China-Sprints) ist Zweitschnellster.
Mercedes-Teamchef Toto Wolff ist blendender Laune. «Klar bin ich sehr stolz auf unsere Jungs. Bei Kimi haben wir immer gewusst – okay, das erste Jahr wird ein Lehrjahr, und es wird auch in diesem Jahr nicht immer einfach sein für ihn, aber jetzt hat er mal eine Pole hingeknallt, auch mit etwas Glück, weil es am Wagen von George ein Problem gab, aber eine solche Runde muss man trotzdem erst mal schaffen.»
Wolff zu den Schwierigkeiten des WM-Leaders: «Zunächst wollte das Auto gar nicht losfahren, dann ist es im ersten Gang steckengeblieben, und dann haben wir drei Mal einen so genannten Powercycle machen müssen, also neu starten, die Software frisch aufladen, und dann ist es beim dritten Mal endlich gegangen.»
Toto Wolff: «Wahnsinnig, was Kimi zeigt»
«Zurück zu Kimi: Ich finde es schon wahnsinnig, was er zeigt. Ich meine, man muss sich das mal vorstellen, wenn man mit 18 in die Formel 1 hineingepfeffert wird, und dann kommt auf einmal dieser gewaltige Druck, die ganze Welt schaut auf dich, alle wollen etwas von dir und dann lassen sie dich auch schnell fallen, wenn die Leistung nicht stimmt.»
«Im vergangenen Jahr gab es viele Besserwisser, die behauptet haben, er ist halt doch zu jung und Mercedes hätte dieses Experiment vielleicht nicht wagen sollen. Aber jetzt sieht man, er verdient seinen Sitz.»
Wie sieht Toto Wolff den kommenden Grossen Preis von China? Der Wiener sagt: «Ich glaube, die sind ziemlich nah dran, hier sind es drei Zehntel oder vier. Heute im Sprint waren sie in den ersten Runden richtig stark. Ich gehe davon aus, dass wir vor einem harten Kampf stehen.»
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