Valtteri Bottas (Mercedes) zu 2020: «Ich habe Plan B»

Von Adam Cooper
Formel 1
Valtteri Bottas

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​Wer fährt 2020 den zweiten Silberpfeil neben Lewis Hamilton – Valtteri Bottas oder Esteban Ocon? Der Finne am Hungaroring: «In solchen Situationen musst du einen Plan B haben, vielleicht sogar einen Plan C.»

Mercedes-Teamchef Toto Wolff hat klargemacht: Das Duell ums zweite Cockpit neben Lewis Hamilton 2020 spielt sich zwischen Valtteri Bottas und Esteban Ocon ab. Der Finne sagte dazu im Rahmen des Ungarn-GP: «In solchen Situationen musst du einen Plan B haben und möglicherweise sogar Plan C, wenn du in der Formel 1 bleiben willst. Ich habe viel nachgedacht und auch viele Gespräche geführt. Es ist gut, verschiedene Pläne zu haben. Nun müssen wir abwarten.»

In Hockenheim kreiselte Bottas von der Bahn, in Ungarn musste er sich von Hamilton überrumpeln lassen, dann fuhr ihm Leclerc über den Frontflügel, am Ende wurde der Finne nur Achter. «Klar ist das alles nicht einfach», gibt der gegenwärtige WM-Zweite zu. «Es geht in diesem Sport immer darum die Grenzen zu finden und Risiken richtig einzuschätzen. Du musst attackieren und Gelegenheiten beim Schopf packen. Und es nicht vermasseln. Wenn du in Sachen Vertrag auf der Kippe stehst, dann macht das die Sache gewiss nicht einfacher.»

«Es gibt Leute, die sagen – manche Fahrer zeigen unter Druck bessere Leistungen. Aber ich bin einer, dem hilft das nicht. Gleichzeitig würde ich nicht sagen, dass dies alles in meinem Kopf herumgeisterte, als ich in Ungarn zur ersten Kurve fuhr. Da war ich nur siegeshungrig, da denkst du nicht an Vertragsverhandlungen. Ich wollte in Ungarn gewinnen, daher bin ich ein Risiko eingegangen. Das hat nicht geklappt, manchmal geht es eben nur um Zentimeter.»

Hand aufs Herz: Ist der fünffache GP-Sieger nicht nervös, dass er seinen Job verlieren könnte? «Nein, eigentlich nicht. Es wäre schön, bald vom Team zu hören, wenn die Entscheidung gefallen ist. Doch was kann ich schon tun? Deutschland und Ungarn lagen nicht auf der Höhe meiner üblichen Leistungen, aber ich kann daran jetzt nichts mehr ändern. Ich muss einfach weitermachen.»

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