Toto Wolff (Mercedes): «Ferrari in Monza Favorit»

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff

Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff

Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff blickt nüchtern auf das anstehende Rennen im königlichen Park von Monza. Er macht sich Mut: «Am Sonntag sind wir auch auf Power-Strecken näher dran.»

In Belgien musste sich das erfolgsverwöhnte Mercedes-Team mit dem zweiten Platz von WM-Leader Lewis Hamilton und dem dritten Rang von Valtteri Bottas begnügen. Den Sieg eroberte Ferrari-Star Charles Leclerc, der Tags zuvor durch den Unfalltod des französischen F2-Talents Anthoine Hubert einen guten Freund verloren hatte. Der Monegasse war schon das ganze Wochenende hindurch schnell – genauso wie sein Teamkollege Sebastian Vettel, der sich am Ende allerdings mit dem vierten Platz hinter den Silberpfeilen begnügen musste, weil seine Reifen wesentlich früher nachliessen und er schliesslich in die Helferrolle für seinen Stallgefährten schlüpfte.

Trotzdem war klar: Ferrari war auf der Ardennen-Achterbahn schneller als die Sternmarke, vor allem beim Topspeed auf den Geraden waren die roten Renner aus Maranello überlegen. Kein Wunder, hält Mercedes-Motorsportdirektor angesichts der anstehenden Highspeed-Hatz im königlichen Park von Monza fest: «Ich glaube nicht, dass wir 15 km/h finden werden in den nächsten fünf Tagen. Aber es ist, wie es ist, ich beschwere mich nicht. Wir müssen uns bestmöglich vorbereiten im Wissen, dass diese Strecke nicht perfekt zu uns passt und Ferrari favorisiert. Und wir müssen den bestmöglichen Job machen.»

Der Wiener tröstet sich: «Am Sonntag sind wir auch auf Power-Strecken näher dran.» Und er verspricht: «Wir werden also alles geben, was wir haben und hoffentlich den GP in Monza für uns entscheiden.» Dazu müssen die Sternfahrer erst einmal ins Ziel kommen, wie Wolff weiss. Und das ist angesichts der Motorschäden der Mercedes-befeuerten GP-Piloten Sergio Pérez und Robert Kubica in den Sessions vor dem Rennen überhaupt nicht sicher.

Kompromittierten die Motoren-Platzer der Kundenteams das Rennen der Silberpfeil-Stars, weil diese den höchsten Power-Modus nicht nutzen konnten? Wolff dazu: «Ich weiss nun, wie sich Red Bull Racing 2014 und 2015 gefühlt hat, als sie auf den Geraden mit stumpfen Waffen kämpften. Das war kein gutes Wochenende für uns, denn wir haben die dritte Ausbaustufe der Antriebseinheit eingeführt und wir hatten zwei Motorschäden an Checos und Roberts Auto, die wir nicht verstehen. Es hat uns nicht massiv kompromittiert, aber ein kleines Bisschen, wir gingen im Rennen keine Risiken ein. Es war aber sicherlich keine bequeme Situation, denn die Schäden scheinen unterschiedliche Ursachen zu haben und wir haben das noch nicht analysiert und verstanden.»

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