Max Verstappen (Red Bull Racing-Honda): Strafe kommt

Von Mathias Brunner
Formel 1
Alex Albon und Max Verstappen

Alex Albon und Max Verstappen

​Mit grosser Wahrscheinlichkeit muss der siebenfache GP-Sieger Max Verstappen in Monza eine Strafversetzung hinnehmen. Was er und Alex Albon sowie Teamchef Christian Horner vor dem Italien-GP sagen.

Das ist eine bittere Pille für die niederländischen GP-Fans, die auch in Monza zu Tausenden aufmarschieren werden: Ihr Lieblingsfahrer Max Verstappen wird in der Startaufstellung zum Grossen Preis von Italien wohl zurückgerückt – wegen des Einbaus der jüngsten Ausbaustufe des Honda-Motors.

Red Bull Racing-Teamchef Christian Horner erklärt: «Wir haben bei beiden Piloten in Belgien auf einen Renneinsatz des Spec-4-Motors von Honda verzichtet. Max ist mit jener Spec 2 gefahren, die schon in Ungarn im Einsatz war, Albon hatte das Motorkontingent von Pierre Gasly übernommen. Im Training bauten wir bei Alex Spec 4 ein, deshalb war für ihn eine Strafe unvermeidlich, aber im Rennen sind wir damit aus taktischen Gründen nicht gefahren.»

«Die Daten aus dem Wagen von Daniil Kvyat am Freitag waren überaus ermutigend. Die Honda-Techniker haben exakt jene Fortschritte gemacht, die sie mit der neuen Version ihres 1,6-Liter-V6-Turbomotors angestrebt hatten.»

«Max hatte seinen Motor in Ungarn hart herangenommen, immerhin ging es gegen Lewis Hamilton um den Sieg. Aber inzwischen hat dieses Aggregat viele Kilometer auf dem Buckel, also sind wir in Belgien in Sachen Leistungsabgabe eher auf der konservativen Seite geblieben. Genützt hat das wenig, weil sein Rennen in der ersten Runde vorbei war.»

«Albon wird in Monza wohl Spec 4 benutzen, seine Strafe dafür hat er schon abgesessen. Bei Verstappen sind wir noch am Überlegen, wie wir vorgehen werden, aber in aller Wahrscheinlichkeit bauen wir Spec 4 auch bei ihm ein, das bedeutet eine Strafe.»

Dieses Vorgehen ist alleine deswegen logisch, weil das Team beim auf Monza folgenden WM-Lauf in Singapur eine Strafversetzung um jeden Preis vermeiden will. Red Bull Racing-Honda hat im Stadtstaat eine ausgezeichnete Siegchance. Aber auf dem Strassenkurs ist das Vordringen nach einer Strafe so gut wie unmöglich, das ist in Monza weniger schwierig.

Max sagt vor dem GP-Wochenende in Italien: «Klar bin ich nicht erfreut davon, wie das in Belgien geendet hat, zum Glück können wir gleich wieder fahren. Das Tempo von Monza macht Spass, doch wie Spa-Francorchamps ist das keine Strecke, die gut zu unserem Wagen passt. Die Strecke sieht einfach aus, hat es aber in sich. Wenn du eine fehlerfreie Runde hinbekommst, besonders mit einer guten Linie aus der Parabolica heraus, dann ist das ein tolles Gefühl.»

Alex Albon meint: «Monza ist für mich etwas Besonderes, weil ich zwei Jahre lang in Italien gelebt habe, als ich noch Kart fuhr. Da sind viele Freundschaften entstanden, die bis heute halten. Mein erstes Rennwochenende mit Red Bull Racing ist wie im Flug vergangen, es gab so viel zu lernen! Jetzt habe ich ein paar Tage, um über das Geschehene nachzudenken. Rang 5 in Belgien war ein schönes Ergebnis, aber ich profitierte ein wenig vom Pech Anderer. Ich weiss, woran ich arbeiten muss.»

«Ich sitze am Mittwoch dem ganzen Tag im Rennsimulator, ich muss den Wagen besser verstehen. Dass auf Belgien gleich Monza folgt, das kann für mich nur gut sein, da sind alle Eindrücke aus Spa-Francorchamps noch frisch.»

«In Belgien haben wir im Training sehr viel an der Rennabstimmung gearbeitet, weil wir wussten, dass wir sowieso von weit hinten losfahren müssen. In Italien wollen wir mehr Gewicht auf den Speed für eine Runde legen.»

«Monza ist für uns gewiss keine einfache Strecke, aber ich weiss, dass mein Rennwochenende ein wenig ruhiger ablaufen wird als in Belgien. Monza ist nicht unbedingt meine Lieblingsstrecke, aber im vergangenen Jahr in der Formel 2 verpasste ich die Pole-Position nur um eine Zehntelsekunde und wurde Dritter, also scheine ich mit der Bahn gut zurecht zu kommen.»

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