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Tarran Mackenzie erklärt, wie er den Deal mit Optical Express eingefädelt hat. Der MGM-Pilot hofft auf die Teilnahme beim Portimao-Test und nennt die Hausaufgaben mit der neuen Ducati.
Der Weg zum neuen Hauptsponsor für das MGM-Ducati-Team von Michael Galinski in der Superbike-WM 2026 war alles andere als gewöhnlich – und führt direkt zu Tarran Mackenzie. Der Schotte spielte eine entscheidende Rolle dabei, Optical Express an Bord zu holen und damit dem MGM-Team den finanziellen Druck zu nehmen.
Im Sommer 2025 hatte Mackenzie den Platz von Scott Redding übernommen, der in die Britische Meisterschaft zurückkehrte. Mackenzie und MGM wollten auch 2026 gemeinsam weitermachen, doch finanziell stand das Projekt auf wackligen Beinen. Jahrelang war die Marke Bonovo von Jürgen Röder der große Geldgeber gewesen, doch Röder beendete sein Engagement 2025 und zog sich zurück.
Entsprechend groß war die Erleichterung bei Teamchef Michael Galinski, als Mackenzie schließlich einen neuen Hauptsponsor präsentieren konnte – noch vor dem ersten Test im Januar 2026.
Mit Optical Express wurde eine stabile finanzielle Basis geschaffen, die die Saison 2026 absichert. Mackenzie freut sich über die neue Struktur, die ihm seine wohl größte Chance in der Superbike-WM bietet: «Alles ist gut, jetzt sehen wir alle richtig gut», scherzte der Schotte über den neuen Partner. Er belohnte die Bemühungen aller Beteiligten, indem er
Der Weg zum Deal mit Optical Express kam direkt über Mackenzie zustande. «Es war verrückt. Ich hatte bereits eine persönliche Verbindung zu David Moulsdales Charity-Organisation und war Botschafter der Moulsdale Foundation. Mit Michael hatte ich ursprünglich vereinbart, die Saison ohne Hauptsponsor zu bestreiten. Dann kamen David und ich ins Gespräch, und er erfuhr, dass wir noch keinen Hauptsponsor hatten – und sagte spontan seine Unterstützung zu. Das hat mich für alle Beteiligten sehr gefreut. Michael hat sich klar zu mir bekannt, wofür ich ihm sehr dankbar bin. Dass David schließlich an Bord kam, war fantastisch und hat enorm viel Druck von uns genommen.»
Die neue Partnerschaft erwies sich als entscheidender Faktor für die Fortsetzung des Projekts in der Superbike-WM. Gleichzeitig verlief die Saisonvorbereitung sportlich nicht optimal. Verregnete Tests und ein neues Motorrad erschwerten die Arbeit erheblich. Für den Rest der Saison hat das Team noch einige Hausaufgaben, um Das Zusammenspiel von Mackenzie und der neue Ducati Panigale V4R zu verbessern.
«Durch die fehlenden Tests war es für mich ein bisschen frustrierend. Das neue Motorrad unterschied sich doch stärker, als ich gedacht habe. Es war nicht einfach. Fahrer wie Surra und Baldassarri waren in Australien stärker als ich. Bei mir hatte es noch nicht Klick gemacht. Doch ich komme näher heran. Wir haben keine gute Ausgangslage und der Regen half uns, was die Moral angeht», bemerkte Mackenzie nach dem Rennwochenende in Australien.
Ende März wird die Saison in Portimao fortgesetzt. Zuvor gibt es an gleicher Stelle noch einen Test. Ob Mackenzie am Test in Portimao teilnehmen kann, ist derzeit offen. Sein Wunsch ist jedoch eindeutig: «Ich würde den Test gern absolvieren, weil ich das Gefühl habe, dass noch etwas fehlt. Natürlich ist das Motorrad richtig gut. Mit meiner Sitzposition auf dem Motorrad bin ich noch nicht richtig zufrieden. Es wäre toll, wenn wir diesbezüglich ein paar Sachen probieren können, damit ich ein besseres Gefühl aufbauen kann.»
Die bekannten Defizite waren laut Mackenzie auch auf nasser Strecke ein Thema. «Ich konnte selbst im Nassen die Probleme spüren, die ich im Trockenen habe. Es wäre richtig gut, wenn wir das vor dem Rennwochenende in Portimao beheben können», so der Schotte.
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