Motorschäden bei Mercedes-Benz: Die Angst fährt mit

Von Mathias Brunner
Formel 1
Robert Kubica in Belgien: Motorschaden

Robert Kubica in Belgien: Motorschaden

​Mercedes hat in den vergangenen Jahren in Monza dominiert. Aber diese Serie könnte zu Ende gehen. Denn Ferrari ist sauschnell, und bei den Silberpfeilen fährt wegen Motorschäden in Belgien die Angst mit.

Ein Blick in die Statistik der Formel 1 seit Anfang 2014 zeigt: Fünf Monza-Rennen, fünf Siege für Mercedes-Benz in der jüngsten Turbo-Ära. Lewis Hamilton gewann 2014, 2015, 2017 und 2018, Nico Rosberg 2016. Nach vier Hamilton-Pole Positions von 2014 bis 2017 konnte der damalige Ferrari-Fahrer Kimi Räikkönen vor einem Jahr sein Auto auf den besten Startplatz stellen. Sonst wäre das ein glatter Durchmarsch für die Silberpfeile geworden.

Aber die tollen Erfolge der Marke mit dem Stern könnten an diesem Wochenende zu Ende gehen: Ferrari hat in Belgien gezeigt, wie konkurrenzfähig die Roten auf Highspeed-Pisten sind, und bei Mercedes fährt die Angst mit – wegen Motorschäden in den Autos von Sergio Pérez und Robert Kubica in Belgien.

Der Racing-Point-Renner des Mexikaners und der Williams des Polen hatten in Spa-Francorchamps die jüngste Ausbaustufe des 1,6-Liter-V6-Turbomotors von Mercedes an Bord, als die Aggregate verrauchten, die Antriebseinheit des Typs «phase 3». Ergebnis: Sie fuhren den Rest des Belgien-Wochenendes wieder mit alten Phase-2-Motoren, das tun sie auch hier in Monza, während WM-Leader Lewis Hamilton, Valtteri Bottas, Lance Stroll und George Russell im königlichen Park mit Phase 3 antreten.

Mercedes-Teamchef Toto Wolff: «Wir haben angefangen zu verstehen, was in Belgien passiert ist. Wir hatten dazu fünf Tage. Es gibt Hinweise darauf, was schiefgelaufen sein könnte, aber als komplette Analyse würde ich das nicht bezeichnen. Es bleiben Fragezeichen. Ich kann noch nicht sagen, ob die Schäden von Belgien die Einsatzleistung von Phase 3 in Monza kompromittieren werden. Das wird sich zeigen, wenn die Motoren im Einsatz stehen.»

Einige Fans fragten sich: Wieso wurden die kaputten Triebwerke in den Autos von Kubica und Pérez nicht durch neue Motoren der gleichen Spezifikation ersetzt? Toto Wolff: «Weil wir keine hatten. Es gab in Belgien von Phase 3 exakt sechs Stück, mehr nicht.»

Lewis Hamilton bleibt gleichmütig: «Ich mache mir keine Sorgen. Ich weiss, welch gewaltige Erfahrung Motorenchef Andy Cowell und seine Leute haben. Wir waren sechs Jahre lang Vorreiter. Das kommt nicht von ungefähr.»

Valtteri Bottas meint: «Ich konnte in den Besprechungen mit den Ingenieuren vor den ersten Trainings keine Besorgnis erkennen. Wir sollten die Motoren voll fahren können.»


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