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FIA-Idee: Gratis-Information statt Standard-Teile

Von Adam Cooper
​Die meisten Teamchefs halten wenig von standardisierten Bauteilen, wie sie die FIA aus Spargründen einführen will. Von der FIA kommt daher der Vorschlag, gewisse Informationen frei zugänglich zu machen.

Die FIA will aus Spargründen ab 2021 gewisse Teile vereinheitlichen. Aber nach den Getriebe-Innereien werden nun auch die Bremsen nicht standardisiert. Ferrari-Teamchef Mattia Binotto kann das nur recht sein: «Seit wir diese Diskussion führen, haben wir betont, dass wir mit standardisierten Teilen nicht glücklich sind, und ich finde, wir bewegen uns zu stark Richtung Vereinheitlichung. Wieso wir dagegen sind? Weil wir glauben, dass der Wettbewerb tief in der DNA der Formel 1 verankert ist, und Vereinheitlichung spricht gegen diesen Geist. Zweitens sind wir der Ansicht: Standardisierung spart nicht automatisch Geld, denn du musst dein eigenes Auto auf diese neuen Teile anpassen.»

Die FIA krebste zurück. Nachdem schon der Plan verworfen wurde, die Getriebe-Innereien zu vereinheitlichen, sind seit Ende September auch Standard-Bremsen kein Thema mehr. Die FIA lässt dazu verlauten: «Um das wahre Leistungsvermögen der 2021er Rennwagen besser ausloten zu können, wird die Einführung von Einheits-Bremsanlagen auf Eis gelegt. Die Bremse spielt bei der neuen Fahrzeuggeneration eine kritische Rolle, die FIA will bei diesem Thema mehr Zeit für Studien haben. Wir werden 2021 auf unsere Pläne zurückkommen.» Der italienische Hersteller Brembo hat sich vergeblich beworben.

Die FIA hat allerdings andere Ideen. Sie hat den Rennställen eine Alternative zu vereinheitlichten Teilen vorgeschlagen – eine so genannte «open source»-Lösung. Als Open Source (wörtlich: offene Quelle) wird in der Regel Software bezeichnet, deren Quelltext öffentlich und von Dritten eingesehen, geändert und genutzt werden kann. Open-Source-Software kann meistens kostenlos genutzt werden.

In der Version der FIA sähe das so aus: Die Rennställe bauen ihre Teile noch immer selber, aber sie erhalten kostenlos Zugang zu gewissen Element-Designs – das Wissen der Teams zusammenzulegen, auch dies würde die Kosten senken.

Racing-Point-Technikchef Andy Green: «Ich halte das für eine sehr gute Idee. Die Teams würden dann einige Designs auf der Webpage der FIA veröffentlichen, die Anderen können sich das anschauen und entscheiden, ob sie das übernehmen wollen. Es liegt in der Natur der Sache, dass die Technikabteilungen bei bestimmten Teilen ohnehin zu ähnlichen Lösungen gelangen.»

«Wir reden hier von Teilen wie Räder, Benzinversorgung oder Servolenkung. Es gibt eine ganze Reihe von Teilen, die wir kollektiv raffinierter gestalten und dann in der gleichen Form verwenden könnten.»

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