Mattia Binotto über Mercedes: «Riskiert und gewonnen»

Von Mathias Brunner
Formel 1
Mattia Binotto

Mattia Binotto

​Ferrari-Teamchef Mattia Binotto glaubt nicht so sehr, dass Ferrari in Mexiko etwas falsch gemacht hat, vielmehr meint der Italiener: «Mercedes lag hinten, daher haben sie etwas riskiert und gewonnen.»

Wie üblich redet Ferrari-Teamchef Mattia Binotto nichts schön: «Wenn deine Autos aus der ersten Reihe losfahren, dann erwartest du natürlich mehr als die Ränge 2 und 4. Unser Renntempo war gut, wir müssen uns da vor niemandem verstecken. Uns war klar, dass ein hartes Rennen auf uns zukommen würde. Aber letztlich ist es so – Mercedes lag hinten, daher haben sie etwas riskiert und gewonnen.»

«Sie haben sich dazu entschlossen, verhältnismässig früh zu stoppen und dann auf harten Reifen bis ins Ziel zu fahren. Wenn du ein Rennen anführst, dann kannst du dir ein solches Risiko nicht leisten. Wir sind enttäuscht, dass wir die Spitze nicht behaupten konnten.»

Charles Leclerc hat nach dem Rennen gemeint, er müsse sich bei strategischen Fragen mehr einbringen und durchsetzen. Aber Mattia Binotto findet: «Ich glaube nicht, dass wir bei ihm strategisch anders hätten vorgehen sollen. Wo er hingegen Recht hat – wir müssen ergründen, wieso er sich im zweiten Rennteil auf identischer Mischung weniger wohl gefühlt hat. Da verlor er Zeit, dabei hätte er aufholen müssen. Dann gab es beim Boxenstopp auch noch ein Problem, das mindestens drei Sekunden gekostet hat. Wäre das alles nicht passiert, dann sähe das ganz anders aus. Es hat auch nicht geholfen, dass die Reifen überhitzen, wenn man einem Gegner folgt.»

«Sebastian hat einen guten zweiten Platz errungen. Dass am Funk die Strategie diskutiert wird, ist ganz normal. Der Fahrer alleine spürt, wie sich die Reifen anfühlen. In jenem Moment war Seb gut unterwegs, also wollte er weiterfahren. Wir aber müssen ja auch im Auge behalten, wie wir einen Stopp ansetzen, damit Vettel nicht im Verkehr wieder auf die Bahn zurückkommt.»

«Ich glaube, heute hatte uns Mercedes in Sachen Tempo nichts voraus. Wir waren davon überzeugt, dass die Reifen am Wagen von Hamilton zum Schluss einbrechen würden, aber das ist nicht passiert. Das ist für mich in diesem Rennen die grosse Überraschung. Das ist ein Verhalten der Reifen, mit dem ich nicht gerechnet habe.»

«Ich bin froh, dass wir von hier gleich nach Austin reisen. Ich sah am Sonntagabend eine enttäuschte Mannschaft, aber das zeigt mir, wie ehrgeizig wir sind. Wir reisen nach Texas mit dem Willen, unseren Sieg aus dem Vorjahr zu wiederholen.»


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