Max Verstappen: «Wir haben nichts falsch gemacht»

Von Vanessa Georgoulas
Max Verstappen

Max Verstappen

Die Pirelli-Analyse der Reifenschäden von Baku ist in den Augen von Max Verstappen etwas zu vage formuliert. Der Red Bull Racing-Star fordert mehr Klarheit und betont: «Pirelli kann uns nicht die Schuld daran geben.»

Max Verstappen musste in Baku einen bitteren Nuller hinnehmen, weil sein linker Hinterreifen platzte. Reifenausrüster Pirelli lieferte in dieser Woche die Erkenntnisse der eingehenden Analyse und betonte gleich: Die Schäden wurden nicht durch einen Produktions- oder Qualitätsmangel verursacht. Auch gab es keine Anzeichen von Materialermüdung, genauso wenig konnten Hinweise auf eine Ablösung der Lauffläche gefunden werden.

Die Ursache sei aber identifiziert worden, heisst es in der entsprechenden Mitteilung. Die innere Seitenwand sei kaputt gegangen und obwohl die Vorgaben bezüglich Mindestdruck und Heiztemperatur eingehalten wurden, sei der Schaden am Auto des Niederländers genauso wie der Reifenschaden hinten links am Aston Martin von Lance Stroll auf die Art und Weise zurückzuführen, wie der Reifen im Rennen eingesetzt wurde.

Verstappen reicht diese Erklärung nicht. Er sagt: «Für mich ist das alles zu vage, ich kann nur sagen, dass unser Team alle Vorgaben zum Reifendruck eingehalten hat, in dieser Hinsicht war also nichts herauszufinden. Ich bin mir ziemlich sicher, dass bei diesem Rennen höhere Mindestdrücke vorgegeben werden, wahrscheinlich hat das mit den Ereignissen in Baku zu tun, und es wäre nett, wenn wir da Klarheit hätten.

«Man soll einfach sagen, was los ist, denn das wäre einfacher zu verstehen als die Erklärung, die wir bisher bekommen haben», fügt der 23-jährige WM-Leader an. Und er betont: «Sie sagen, dass sie keine Messmöglichkeiten während des Rennens haben, aber wir haben ihnen unsere Daten gegeben und die beweisen, dass wir nicht falsch gemacht haben und innerhalb der vorgegebenen Grenzen geblieben sind. Wenn diese Vorgaben nicht korrekt sind, können wir auch nichts tun. Wir gehen innerhalb des erlauben Rahmens natürlich an die Grenzen, aber Pirelli kann uns nicht die Schuld geben. Wir und auch Aston Martin haben nichts falsch gemacht.»

Aserbaidschan-GP, Baku

01. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing RB16B-Honda, 1:39:40,034h
02. Sebastian Vettel (D), Aston Martin AMR21-Mercedes, +1,421 sec
03. Pierre Gasly (F), AlphaTauri AT02-Honda, +2,865
04. Charles Leclerc (MC), Ferrari SF21, +3,995
05. Lando Norris (GB), McLaren MCL35M-Mercedes, +4,918
06. Fernando Alonso (E), Alpine A521-Renault, +6,604
07. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri AT02-Honda, +7,063
08. Carlos Sainz (E), Ferrari SF21, +7,936
09. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren MCL35M-Mercedes, +9,132
10. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo C41-Ferrari, +10,021
11. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo C41-Ferrari, +10,727
12. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W12, +11,748
13. Mick Schumacher (D), Haas VF-21-Ferrari, +14,018
14. Nikita Mazepin (RUS), Haas VF-21-Ferrari, +14,615
15. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W12, +17,789
16. Nicholas Latifi* (CDN), Williams FW43B-Mercedes, +13,052
*10-sec-Stop-and-Go-Strafe in 30-Sek-Zeitstrafe umgewandelt (Boxengasse während der Gelbphase nicht genutzt)
Out
George Russell (GB), Williams FW43B-Mercedes, Getriebedefekt
Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB16B-Honda, Reifenschaden, Unfall
Lance Stroll (CDN), Aston Martin AMR21-Mercedes, Reifenschaden, Unfall
Esteban Ocon (F), Alpine A521-Renault, Motordefekt

WM-Stand nach 6 von 22 Rennen

Fahrer
01. Verstappen 105 Punkte
02. Hamilton 101
03. Pérez 69
04. Norris 66
05. Leclerc 52
06. Bottas 47
07. Sainz 42
08. Gasly 31
09. Vettel 28
10. Ricciardo 26
11. Alonso 13
12. Ocon 12
13. Stroll 9
14. Tsunoda 8
15. Räikkönen 1
16. Giovinazzi 1
17. Schumacher 0
18. Russell 0
19. Mazepin 0
20. Latifi 0

Teams
01. Red Bull Racing 174 Punkte
02. Mercedes 148
03. Ferrari 94
04. McLaren 92
05. AlphaTauri 39
06. Aston Martin 37
07. Alpine 25
08. Alfa Romeo 2
09. Haas 0
10. Williams 0

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