Toto Wolff (Mercedes): Fragezeichen wegen Motor

Von Rob La Salle
Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff

Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff

Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff gesteht, dass es mit Blick auf die Performance der Antriebseinheit der Sternmarke noch offene Fragen gibt. «Wir nehmen ein Rennwochenende nach dem anderen», erklärt der Wiener.

In Sotschi musste Max Verstappen seine unvermeidliche Motor-Strafe absitzen, doch trotz des Starts aus der letzten Reihe konnte der Niederländer aus dem Red Bull Racing Team am Ende den zweiten Platz hinter Sieger Lewis Hamilton bejubeln. Der Mercedes-Star sicherte sich seinen 100. GP-Sieg und eroberte damit die WM-Führung wieder zurück. Allerdings beträgt sein Vorsprung auf den 24-jährigen Kontrahenten nur zwei Zähler.

Hinzu kommt, das auch Hamilton in die Situation kommen könnte, sein Motoren-Kontingent überschreiten und deshalb von weit hinten starten zu müssen. Sein Teamkollege Valtteri Bottas hat das gleich zwei Mal erlebt: In Monza fuhr der Finne vom Feldende auf den dritten Platz. In Sotschi fuhr er von Position 16 los, weil er erneut mit frischen Motor-Teilen ausrückte.

Nach dem Rennen gestand Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff auf die Frage, ob der neuerliche Motor-Tausch zum Zweck hatte, den Pool an einsetzbaren Motor-Teilen für Bottas zu vergrössern: «Ich denke, wir haben den Motor nicht nur deshalb vorsichtshalber ausgetauscht. Wir wollten auch die Leistung der Antriebseinheit verstehen, und das hat einige Fragezeichen aufgeworfen.»

Welche Fragen sich dabei gestellt haben, wollte der Wiener nicht verraten. Er erklärte auf die Frage, ob noch mehr Motor-Strafen für Bottas und den Titelverteidiger Hamilton zu erwarten seien: «Wir nehmen ein Rennwochenende nach dem anderen. Wir prüfen die Performance immer wieder und entscheiden dann entsprechend. Derzeit analysieren wir die Performance und haben einige Fragen, deshalb haben wir nicht entschieden, welche Motoren in den Pool kommen.»

Russland-GP, Sotschi

01. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W12, 1:29,48,467 h
02. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB16B-Honda, +52,445 sec
03. Carlos Sainz (E), Ferrari SF21, +1:00,062 min
04. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren MCL35M-Mercedes, +1:04,457
05. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W12, +1:08,706
06. Fernando Alonso (E), Alpine A521-Renault, +1:20,718
07. Lando Norris (GB), McLaren MCL35M-Mercedes, +1:24,371
08. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo C41-Ferrari, +1:24,821
09. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing RB16B-Honda, +1:28,279
10. George Russell (GB), Williams FW43B-Mercedes, +1:32,263
11. Lance Stroll (CDN), Aston Martin AMR21-Mercedes, +1 Runde
12. Sebastian Vettel (D), Aston Martin AMR21-Mercedes, +1 Runde
13. Pierre Gasly (F), AlphaTauri AT02-Honda, +1 Runde
14. Esteban Ocon (F), Alpine A521-Renault, +1 Runde
15. Charles Leclerc (MC), Ferrari SF21, +1 Runde
16. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo C41-Ferrari, +1 Runde
17. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri AT02-Honda, +1 Runde
18. Nikita Mazepin (RUS), Haas VF-21-Ferrari, +1 Runde
Out
Nicholas Latifi (CDN), Williams FW43B-Mercedes (Dreher)
Mick Schumacher (D), Haas VF-21-Ferrari (Hydraulik)

WM-Stand nach 15 von 22 Rennen

Fahrer
1. Hamilton 246,5 Punkte
2. Verstappen 244,5
3. Bottas 151
4. Norris 139
5. Pérez 120
6. Sainz 112,5
7. Leclerc 104
8. Ricciardo 95
9. Gasly 66
10. Alonso 58
11. Ocon 45
12. Vettel 35
13. Stroll 24
14. Tsunoda 18
15. Russell 16
16. Latifi 7
17. Räikkönen 6
18. Giovinazzi 1
19. Schumacher 0
20. Kubica 0
21. Mazepin 0

Teams
1. Mercedes 397,5
2. Red Bull Racing 364,5
3. McLaren 234
4. Ferrari 216.5
5. Alpine 103
6. AlphaTauri 84
7. Aston Martin 59
8. Williams 23
9. Alfa Romeo 7
10. Haas 0

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