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F1 Abu Dhabi: Nun Hamilton

Auch im zweiten freien Training des Tages lag ein McLaren-Fahrer an der Spitze des Klassements. Harmloser Abflug von Vettel.

Formel 1

Im Artikel erwähnt




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Mit einer Zeit von 1:39.586 min drehte Lewis Hamilton die schnellste Rundes des Freitags. Hamilton kämpfte lange mit seinem Teamkollegen Jenson Button, der am Ende Position 2 einnahm. Da Weltmeister Sebastian Vettel (Red Bull Racing) die Zeitenjagd auf den weichen Reifen nach einem Mauerkuss vorzeitig beenden musste, blieb ein Vergleich aus. Vettel lag am Ende hinter den Ferrari von Alonso und Massa sowie hinter Teamkollege Mark Webber auf Position 6.

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Insgesamt bot die zweite Trainingssitzung des Tages ein schönes Erlebnis für Romantiker. Während man unter Tageslicht begann, verabschiedete sich die Sonne immer mehr und es wurde rund um den Kurs von Minute zu Minute dunkler, so dass gegen Ende der Session eine atemberaubende Beleuchtung die Rennfans verzückte. Da mit Einbruch des arabischen Abends auch die Temperaturen sanken, befand sich mehr Sauerstoff in der Luft, wovon die Rennmotoren durch erhöhte Leistung profitierten. Somit purzelten die Rundenzeiten schnell unter das Niveau des Vormittags. Zunächst führten die Red Bull-Boliden das Tableau an. Sebastian Vettel lag mit 1:40.197 min vor seinem Teamkollegen Mark Webber. Im Feld fuhren viele Piloten einen neuen weichen Reifen, den Ausrüster Pirelli als Test im Hinblick für 2012 zusätzlich zur Verfügung stellte.

Als das Starterfeld sich nach und nach an die Strecke gewöhnte, überbot Ferrari-Mann Fernando Alonso knapp die Vettel-Zeit. Der Spanier schaffte eine Runde von 1:40.141 min. Ferrari fährt in Abu Dhabi am Freitag wieder mit dem so flexibel wirkenden Frontflügel, den man bereits in Indien gesichtet hatte. Das wackelige Modell erzeugt insbesondere auf den Geraden einen grossen Funkenschlag, wurde aber von der FIA als legal erklärt. Ein entsprechender Test wurde bestanden.

Beide McLaren-Piloten begannen zunächst auf der harten Reifenmischung und machten dabei ein gutes Bild. Auffällig war, dass Jenson Button hier etwas schneller unterwegs war als Teamkollege Hamilton. Normalerweise hat ja der jüngere McLaren-Fahrer auf einer gezeiteten Runde knapp die Nase vorn. Erst bei einem weiteren Versuch schaffte Hamilton es an Button vorbei zu ziehen.

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Nach gut 40 Minuten in der Session bestätige Fernando Alonso seine gute Leistung. Mit 1:39.971 min setzte er sich vor den beiden Red Bull weiter ab. Als dann auch die McLaren auf die weichen Pneus umsattelten, veränderte sich die Reihenfolge an der Spitze des Feldes. Zunächst unterbot Jenson Button die Zeit von Alonso um eine Tausendstelsekunde. Wenig später konnte dann Lewis Hamilton seinen Mitstreiter noch überflügeln und mit 1:39.586 min die Führung übernehmen. Diese Zeit hatte bis zum Ende bestand. Zwar verbesserte Button seine Rundenzeit im folgenden Run noch leicht, jedoch reichte es nicht zu einer Verbesserung der Position.

Auf einer schnellen Runde verlor Weltmeister Sebastian Vettel dann seinen Boliden am Ende der Start-und-Ziel-Geraden. Vettel schlug sogar leicht in die gepolsterte Mauer ein. Der Heppenheimer entstieg seinem RB7 ohne Probleme und wird sich über die verlorene Trainingszeit ärgern. Zwar hatten die arabischen Streckenposten den Wagen schnell wieder in den Paddock gebracht, Vettel bevorzugte es aber zunächst die Session weiter hinter dem Zaum als Zuschauer zu verfolgen.

Als die gelben Flaggen nach dem Vettel Vorfall wieder herein genommen wurden, schaffte es Fernado Alonso in der selben Kurve wie der aktuelle Weltmeister abzufliegen. Alonso schlug im Gegensatz zu Vettel jedoch rückwärts in die "weichen Mauern" ein. Auch der Spanier stieg ohne Blessuren aus seinem Boliden.

Gegen Ende der Session verlegten die Piloten ihre Arbeit in Richtung Rennabstimmung, indem man Longruns mit vollen Tanks fuhr. Nachdem er in die Box zurück kam und sein Wagen auch noch rechtzeitig repariert werden konnte, nahm Vettel wenige Minuten vor Schluss die Arbeit sogar nochmals auf. Eine Bewertung der Longrun-Zeiten ist durch die unterschiedlich mitgenommenen Spritmengen der einzelnen Piloten nur bedingt möglich.

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