Adrian Sutil: «Ich will aufs Siegerpodest»

Von Mathias Brunner
Formel 1
Ab morgen haut Sutil wieder rein

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Der Deutsche will an die Saison 2011 anschliessen (WM-Neunter). «Das Auto fühlt sich besser an als vor zwei Jahren.»

In Rennfahren brennt das tiefe Verlangen, sich ständig zu verbessern. 2011, in seiner bislang letzten Formel-1-Saison, wurde Adrian Sutil (30) hervorragender WM-Neunter. Sein Team Force India errang im Konstrukteurs-Pokal den sechsten Schlussrang. Das ist für den Gräfelfinger die Basis für 2013.

Adrian, mit welchen Zielen gehst du in die neue Saison?

Meine Basis ist die Saison 2011. Wir hatten wirklich ein gutes Jahr. Nun aber habe ich mir die Ziele höher gesteckt. Ich will nicht einfach bei jedem Rennen in die Punkte fahren und Fünfter oder Sechster werden, ich will aufs Siegerpodest. Im Grunde unterscheidet sich mein Ziel nicht von jenem jedes Grand-Prix-Rennfahrers – ich will gewinnen und eines Tages Weltmeister werden. Davon sind wir beseelt.

Wie hat sich Force India in diesem Jahr ohne dich verändert?

Es gibt einige neue Leute, es gibt einiges Änderungen in der Struktur, der Rennstall ist noch professioneller geworden. Ich sehe Force India noch immer als eher kleines Team, aber das schliesst nicht aus, Grosses leisten zu können. Das Auto jedenfalls fühlt sich besser als als Ende 2011.

Hand aufs Herz: Gab es nicht Momente, in welchen der Gedanke an dir genagt hat – vielleicht ist meine Karriere vorbei.

Eigentlich nicht, denn ich bin ein positiv denkender Mensch. Wenn etwas nicht klappt, dann muss man es halt nochmals und noch hartnäckiger versuchen. Mein Engagement beweist: Wenn man den Glauben an sich selber behält und nicht aufgibt, dann wird man auch belohnt.

Wir haben Menschen in der Formel 1 erlebt, die ein Jahr Pause als erfrischend empfanden, die gewissermassen mit geschärften Sinnen zurück gekommen sind.

Ich würde nicht sagen, dass ich die Pause gebraucht hätte. Wenn du in der Formel 1 bist, dann bist du so ein alle Prozesse eingebunden, dass einem ein solcher Gedanke fremd ist. Wenn du dann aber auf einmal nicht mehr in diesem inneren Zirkel dabei bist, dann siehst du alles mit etwas anderen Augen. Ich fühle mich reifer, entspannter, noch hungriger. Gleichzeitig darf man auch nicht verkrampfen. Der Druck in der Formel 1 ist enorm. Und jeder versucht natürlich sein Bestes. Aber wenn etwas dann nicht klappt, darf man auch nicht gleich verzweifeln. Es gibt noch ein anderes Leben als die Formel 1. 2012 war für mich ein wichtiges Jahr.

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